Mafia wollte Material an arabisches Land verkaufen
Bericht: Sieben Uran-Brennstäbe in Italien verschwunden

In Italien sind seit 1998 nach einem Bericht der römischen Zeitung "La Repubblica" 7 Uran-Brennstäbe verschwunden. Es handele sich um angereichertes Uran 235 und 238, das zum Bau von Atomwaffen verwendet wird. Die Mafia habe seinerzeit versucht, das Uran in ein arabisches Land zu verkaufen, schrieb die Zeitung am Donnerstag.

dpa ROM. Die Justizbehörden bestätigten, dass in diesem Zusammenhang bereits mehrere Mafiosi bei einem Prozess in Catania auf Sizilien zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt wurden.

Der amerikanische Geheimdienst CIA sei auf der Suche nach den Brennstäben, berichtete "La Repubblica". Die Brennstäbe seien ursprünglich aus den USA an einen Forschungsreaktor im damaligen Zaire geliefert worden. Nach dem Zusammenbruch des Mobuto-Regimes 1997 sei es von der Mafia gekauft und in Italien angeboten worden. Zunächst habe es sich um 8 Brennstäbe gehandelt, schrieb das Blatt. Einem italienischen Geheimdienst-Mitarbeiter sei es 1998 gelungen, einen der Brennstäbe von den Mafiosi zu kaufen. Er habe sich dabei als ein arabischer Unterhändler ausgegeben. Seitdem fehle von den 7 Brennstäben jede Spur.

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