Magazin-Interview
Rogowski will Schröder noch in diesem Jahr treffen

BDI-Präsident Michael Rogowski strebt noch in diesem Jahr ein Spitzengespräch mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) an. Regierung und Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) müssten miteinander reden, da sie die Herausforderungen für Deutschland nur gemeinsam bewältigen könnten, sagte Rogowski dem Magazin "Stern" laut Vorabbericht vom Mittwoch.

Reuters BERLIN. Zugleich kündigte er Proteste der Unternehmerschaft gegen die Regierungspolitik an. "Unsere Mitglieder fordern uns massiv auf, etwas zu organisieren, das den Ärger sichtbar macht." Der Protest könne statt auf der Straße auch im Saal stattfinden. Die Unternehmer müssten sich etwas einfallen lassen, "damit die Politik begreift, dass die Reise so nicht weitergehen kann". Rogowski verneinte jedoch, dass die Industrie auf das Scheitern der rot-grünen Koalition im nächsten Jahr setze. "Diese Regierung ist für vier Jahre gewählt. Das ist Demokratie", sagte Rogowsik.

Der BDI-Präsident schlug statt einer Neuauflage des Bündnisses für Arbeit "eine Art Kamingespräch" beim Kanzler mit sieben bis zwölf Teilnehmern aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Regierung vor. Schröders Vorschlag, neben den Spitzen der Wirtschaftsverbänden auch Einzelunternehmer einzuladen, lehnte der BDI-Präsident ab. In dem Fall müsste der Kanzler neben den Gewerkschaftschefs auch Betriebsratsvorsitzende einladen. Dann aber würde die Runde wieder zu groß.

Regierung, Arbeitgeber und Gewerkschaften hatten am Dienstag in einem Gespräch bei Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) die Bereitschaft zu einer Neuauflage des Bündnisses bekundet. Bis Januar sollen die Inhalte einer neuen Verhandlungsrunde geklärt werden.

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