Magazinbericht dementiert
Infineons Standortfrage unbeantwortet

Der Chip-Hersteller Infineon hat entgegen einem Magazinbericht noch keine Entscheidung darüber getroffen, ob der Konzern angesichts der hohen Steuer- und Abgabenlast seinen Firmensitz ins Ausland verlagert.

Reuters MÜNCHEN. "Es ist noch keine Entscheidung gefallen", sagte eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch in München. "Wir prüfen noch." Das Hamburger Magazin "Stern" hatte vorab berichtet, Infineon verlagere seine Konzernzentrale ins Ausland. Zugleich zitierte das Blatt Infineon-Chef Ulrich Schumacher aber mit den einschränkenden Worten: "Ich könnte mir vorstellen, dass die Entscheidung noch dieses Jahr in den Aufsichtsrat kommt."

Seit Monaten erklärt der Vorstandschef, wegen hoher Steuern und Abgaben im Inland eine Verlagerung von Konzernteilen ins Ausland zu erwägen. Die Gesellschaft, die seit rund zwei Jahren mit der schwersten Krise in der Geschichte der Halbleiterbranche kämpft, hat in der jüngsten Vergangenheit bereits vermehrt auf die Fertigung im Ausland gesetzt. Zudem baute Schumacher rund 5000 Arbeitsplätze weltweit ab.

Infineon hat derzeit nach eigenen Angaben weltweit rund 30 400 Mitarbeiter, etwa 16 000 davon in Deutschland. "Ich gebe mein Geld lieber für Forschung, Entwicklung und gute neue Mitarbeiter aus als für hohe Steuern", sagte Schumacher dem "Stern". In Deutschland sollten dem Artikel zufolge aber weiterhin 15 000 Arbeitsplätze erhalten bleiben. "Das ist unser Beitrag für den Standort Deutschland."

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