Magenmittel Omeprazol verkauft sich gut: Schwarz Pharma erwartet Umsatzverdoppelung

Magenmittel Omeprazol verkauft sich gut
Schwarz Pharma erwartet Umsatzverdoppelung

Der Arzneimittelhersteller Schwarz Pharma erwartet dank des verkaufsstarken Magenmittels Omeprazol auch 2003 kräftige Zuwächse bei Umsatz und Gewinn. Der Gesamtumsatz der Gruppe solle auf 1,8 Milliarden Euro nahezu verdoppelt und der Gewinn auf 200 Millionen Euro vervierfacht werden, kündigte das Monheimer Unternehmen am Mittwoch an.

Reuters MONHEIM. Bereits 2002 stieg der Konzernumsatz auf Grund des Omeprazol-Verkaufsstarts in den USA Anfang Dezember um über 25 Prozent auf 963,5 Millionen Euro, wie Schwarz Pharma mitteilte. Der Jahresüberschuss legte um 19,5 Prozent auf 48,4 Millionen Euro zu. Bereinigt um einen 2001 angefallenen Sonderertrag betrug die Wachstumsrate beim Gewinn sogar über 200 Prozent. Damit lagen die vorläufigen Ergebnisse über den Erwartungen von Analysten. Von Reuters befragte Experten hatten den Gewinn 2001 im Schnitt bei rund 45 Millionen Euro gesehen bei einem Umsatz von 939,8 Millionen Euro. Die Aktien von Schwarz Pharma stiegen um 1,9 Prozent auf 37,50 Euro.

Für 2002 sollen die Aktionäre des im MDax gelisteten Unternehmens eine Ausschüttung auf Vorjahreshöhe von 0,60 Euro erhalten. Dabei verdoppele sich allerdings die ordentliche Dividende auf 0,60 Euro je Aktie. Für 2001 hatten die Aktionäre zusätzlich zur Dividene von 0,30 Euro einen einmaligen Bonus von ebenfalls 0,30 Euro erhalten.

Im Dezember setzte Schwarz Pharma mit dem Generikum Omeprazol 166,1 Millionen US-Dollar oder 176,3 Millionen Euro um und lag damit leicht über den Erwartungen von Analysten und den bisherigen eigenen Angaben. Der Arzneimittelhersteller darf nach dem Sieg in einem Patentstreit als einziges Unternehmen in den USA eine Nachahmerversion des erfolgreichen Magenmittels Prilosec von Astra-Zeneca anbieten. Bislang war Schwarz Pharma für 2003 von einem möglichen zusätzlichen Umsatz durch das Generikum in Höhe von 750 Millionen Dollar und einem Ergebnisbeitrag auf Vorsteuerbasis von 40 bis 50 Prozent des Umsatzes ausgegangen.

Die genannte Umsatzerwartung für die Gruppe unter Berücksichtigung des aktuellen Dollar-Kurses werteten Analysten positiv, allerdings zeigten sich einige Experten enttäuscht über den Gewinnausblick für 2003. "Ein Gewinn von 200 Millionen liegt unter unseren Erwartungen", sagte etwa WestLB Panmure-Analyst Andreas Theisen. Auch Marcus Konstanti von Sal.Oppenheim sagte: "Bei dem Umsatz müsste der Gewinn eigentlich höher liegen."

Positiv bewerteten die Experten die Neuigkeiten aus der Entwicklungs-Pipeline. Nach Angaben von Schwarz Pharma hat das Urologieprojekt Fesoterodine die Entwicklungsphase II erfolgreich abgeschlossen und kommt nun in die wichtige klinische Phase III. Das erwartete maximale Umsatzpotenzial liegt hier früheren Angaben zufolge bei rund 450 Millionen Euro. Auch Ergebnisse aus Phase II-Studien mit Harkoseride zur Behandlung des neuropathischen Schmerzes seien vielversprechend, teilte das Unternehmen weiter mit. Sie hätten eine signifikante Reduzierung der Symptome bei guter Verträglichkeit gezeigt. Das maximale Umsatzpotenzial schätzt Schwarz Pharma hier auf 400 Millionen Euro. Erste Medikamente aus seiner Entwicklungspipeline kann die Firma allerdings frühestens 2005/2006 auf den Markt bringen.

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