Magere Eigenkapitalausstattung vieler Unternehmen
Rogowski: Hoher Lohnabschluss trifft Mittelstand

Der Arbeitskampf der IG Metall wird nach den Worten von Michael Rogowski großen Schaden anrichten und viele Arbeitsplätze vernichten.

dpa HEIDENHEIM. Besonders hart würde der Mittelstand unter den Lohnerhöhungen leiden. "40 Prozent der mittelständischen Unternehmen haben in den letzten Jahren keinen Gewinn oder gar Verlust gemacht", sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) am Mittwoch in einem Gespräch. Diese Betriebe, die in der Regel ohnehin personalintensiv seien, wären von einem hohen Lohnabschluss auf breiter Basis betroffen.

Große Unternehmen würden die Produktion bei einer Lohnerhöhung von über zwei Prozent vermehrt ins Ausland verlegen, sagte Rogowski. "Kleine Betriebe haben diese Möglichkeit oft nicht. Bei ihnen werden die Gewinne getroffen." Da momentan auch noch der Euro steige, würden die Unternehmen von zwei Seiten in die Zange genommen. "Die Arbeitslosigkeit wird weiter steigen und weitere Unternehmen werden den Flächentarifvertrag verlassen." Es sei unwürdig und dumm, wegen ein paar zehntel Prozent so ein Spektakel zu veranstalten, kritisierte er die Streiks der IG Metall.

Rogowski wies die Vorwürfe der Gewerkschaft zurück, die Unternehmer hätten ihre Bezüge zuletzt kräftig erhöht. "Das stimmt nur in wenigen Fällen. 95 Prozent der Betriebe gehören zum Mittelstand. Dort haben die Unternehmer angemessene oder bescheidene Bezüge", sagte Rogowski. Diese Firmen hätten im internationalen Vergleich eine ausgesprochen magere Eigenkapitalausstattung. "Beim kleinsten Windhauch fegt es die um."

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