Magnetschwebe-Technik lässt die Abfahrtsbahn kreisen
Britische Ingenieure planen Endlos-Skipiste

Für Skifahrer, die von ihrem Hobby nie genug kriegen, sieht die Zukunft rosig aus: Britische Ingenieure planen in der Nähe des Snowdonia National Parks in Nord-Wales eine Indoor-Skibahn als eine Art Endlosschleife.

wsa LONDON. Die 13 Stockwerke hohe Skipiste unter einer Kuppel funktioniere wie ein Schallplattenspieler mit Neigung, berichtet das Wissenschaftsmagazin "New Scientist". Die Baugenehmigung für die Anlage namens "Ski-Trac" ist allerdings noch nicht erteilt.

Skisportler sollen auf der abschüssigen Seite der Piste nach unten fahren, während sich die Bahn langsam nach oben bewegt. Die rotierende Skipiste erscheint damit länger als sie tatsächlich ist. Die 300 Meter lange Bahn soll sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 30 Kilometern bewegen, berichtet der australische Erfinder Kevin Feriss. Wer mit dieser Geschwindigkeit fahre, sei quasi endlos unterwegs.

Basis der Konstruktion ist eine Plattform aus Metall. Sie bewegt sich wie der Plattenteller eines Grammophons mit Hilfe einer Magnetschwebe-Technik. Eine Seite der Scheibe enthält die Skipiste, die andere dient zum Auffrischen des Schnees. Eine Kühlkammer mit minus 15 Grad erzeugt neuen Schnee mit Hilfe von Schneekanonen. Da der Schnee ständig frisch ist, soll sich die Piste auch bei Temperaturen über null Grad nutzen lassen, so Feriss.

Die technische Konstruktion der Bahn überzeugt indes nicht jeden. Statiker zweifeln, ob sich das Bauwerk in der Praxis tatsächlich verwirklichen lässt. "Es wird erhebliche statische Probleme geben", sagt Ingenieur Ian Burgess von der University of Sheffield. Auch müsse sichergestellt sein, dass Skifahrer nicht in die Mechanik an der Spitze der Piste geraten. Zudem könnte den Sportlern durch die Rotation der Skibahn leicht schwindelig werden.

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