Magnus G. war bereits auffällig geworden
Brüder sagen gegen mutmaßlichen Mörder Jakobs aus

Zwei frühere Missbrauchopfer haben gegen den mutmaßlichen Mörder des Bankierssohns Jakob von Metzler ausgesagt.

dpa FRANKFURT/MAIN. Die beiden Brüder aus Frankfurt hätten bei einer nochmaligen Vernehmung berichtet, dass sich Magnus G. ihnen sexuell genähert habe, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Rainer Schilling, am Dienstag in Frankfurt.

Die pädophilen Annäherungen sollen sich Medienberichten zufolge im Jahr 1994 in der Wohnung des heute 27 Jahre alten Beschuldigten ereignet haben, der die Jungen als Betreuer einer katholischen Jugendfreizeit kennen gelernt habe. Anzeige wurde damals nicht erstattet, obwohl städtisches Jugendamt und kirchliche Stellen eingeschaltet waren.

Die beiden Brüder waren im Zuge der Fahndung nach Jakobs Entführern kurzfristig festgenommen, dann aber als Unbeteiligte wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Der in Weiterstadt inhaftierte Magnus G. gilt als Einzeltäter. Im Fall Jakob von Metzler gibt es laut Staatsanwaltschaft keinerlei Anhaltspunkte für ein Sexualdelikt. Da der frühere Vorfall "absolut nichts" mit der Entführung und Tötung des elf Jahre alten Jakob von Metzler vom 27. September zu tun habe, sei dieser Komplex abgetrennt und an die Jugendabteilung weitergegeben worden, sagte Oberstaatsanwalt Schilling. Magnus G. sei zum Tatzeitpunkt noch als Heranwachsender zu behandeln, seine möglichen Opfer waren damals noch Kinder. Die Erkenntnisse seien für die Ermittler nicht neu, sondern seit dem 2. Oktober "Bestandteil des Verfahrens". Insofern handele es sich nicht um ein neues Ermittlungsverfahren.

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