Main-Metropole ist zu teuer
Frankfurter Buchmesse will umziehen

Die Frankfurter Buchmesse ist mit mehreren großen Messestädten im Gespräch über einen möglichen Umzug. "Wir verhandeln mit einer Reihe von großen Plätzen", sagte ein Buchmessen-Sprecher am Montag. Neben München sei auch Köln darunter.

HB/dpa FRANKFURT/M. Weitere Namen wollte er nicht nennen. Außerdem gehören Hannover und Berlin zu den Bewerbern. Die Messekapazitäten in Hamburg und Leipzig gelten als zu klein für die traditionell im Oktober stattfindende weltgrößte Bücherschau. Düsseldorf hat kein Interesse signalisiert.

Eine Sprecherin der Köln-Messe bestätigte am Montag ebenfalls, dass Gespräche mit der Frankfurter Buchmesse laufen. Darüber hatte die "Welt am Sonntag" berichtet. Der Buchmessen-Sprecher sagte, der Standort Frankfurt habe weiterhin "Priorität". Man sei mit den Verantwortlichen im Gespräch. Unabhängig davon schaue man sich nach anderen "interessanten Angeboten" um. "Wir haben keinen Zeitdruck", betonte der Buchmessen-Sprecher.

Buchmessen-Chef Volker Neumann hatte Anfang des Jahres wegen hoher Hotelzimmerpreise zu Messezeiten und hoher Standkosten für die Aussteller mit einem Umzug der Buchmesse nach München gedroht. Der Versuch, mit der Frankfurter Messegesellschaft und den Hoteliers der Stadt bis zum 1. März ein Konzept für die künftigen Konditionen auszuhandeln, scheiterte. Neumann hatte im Januar erklärt, die Buchmesse könne schon 2004 in München sein, "wenn es denn sein muss".

Die Frankfurter Messe verweist dagegen auf einen bis 2007 laufenden Vertrag mit der Buchmesse. München, größter deutscher Verlagsstandort, bot nach Angaben Neumanns in ersten Gesprächen attraktivere Konditionen bei den Hotels und auch auf dem Messegelände als die Mainmetropole.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat sich als Veranstalter der Buchmesse für den Verbleib der weltgrößten Bücherschau in Frankfurt stark gemacht. Der Buchmessen-Direktor müsse aus wirtschaftlichen Gründen jedoch alternative Standorte in seine Überlegungen einbeziehen, entschied der Vereinsvorstand Ende Januar.

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