Maischberger auch 2003 dabei
N-TV schreibt rote Zahlen

Der Einbruch auf dem Werbemarkt hat auch den Nachrichtenkanal N-TV im vergangenen Jahr nicht verschont. Der Sender habe 2001 erstmals seit drei Jahren wegen sinkender Werbeerlöse einen Umsatzrückgang von 35 % hinnehmen und rote Zahlen schreiben müssen, sagte Programmgeschäftsführer Helmut Brandstätter auf der Jahrespressekonferenz am Freitag in Berlin.

dpa BERLIN. Die preisgekrönte Journalistin Sandra Maischberger bleibe mit ihrer Interviewsendung auch 2003 auf N-TV. Der neue Vertrag werde bald unter Dach und Fach sein, sagte Brandstätter.

Durch den besonderen Schwerpunkt auf Wirtschaftsberichterstattung habe der Einbruch an der Börse und dem Neuen Markt den Sender besonders getroffen, sagte Geschäftsführer Wolfgang Fischer. Im Sog der schlechten Konjunktur hätten vor allem Finanzdienstleister ihre Werbeausgaben deutlich zurückgefahren. Verschärft worden sei die Lage durch die Terroranschläge in den USA.

Die Werbeumsätze seien von 93,9 Mill. Euro im Jahr 2000 auf 56,3 Mill. Euro im vergangenen Jahr gefallen. Nach einem Nettogewinn von 24,84 Mill. Euro in 2000 hatte der Sender 2001 einen Verlust von 14,9 Mill. Euro zu verzeichnen. Für 2002 sagte Fischer eine "schwarze Null" voraus.

Die Berichterstattung über die Terroranschläge hätten n-tv zu Spitzenzeiten 13,3 Mill. Zuschauer und dem Sender einen Marktanteil von bis 7,4 % beschert, der höchsten Quote seit Gründung des Senders vor zehn Jahren, sagte Brandstätter. Im Durchschnitt sehen das Programm 4,3 Mill. Menschen täglich bei einem Marktanteil von 0,7 %.

Neben dem Ausbau der Online-Angebots setzt N-TV verstärkt auf die kommerzielle Vermarktung seines Programms. Dazu gehört ein eigens für den Frankfurter Flughafen produziertes Airport-Fernsehen, in das seit 1. Januar neben dem N-TV-Programm auch der Partnersender CNN eingespeist wird.

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