Maitland und Citigate in der Spitzengruppe der Fusionsberater
Neue Namen in der Hitparade der PR-Agenturen

Mit Maitland und Citigate Dewe Rogerson scheinen sich zwei bislang ungewohnte Namen unter den PR-Agenturen auf Dauer im Revier der traditionellen Platzhirsche wie Brunswick oder Financial Dynamics breit machen zu können.

jkn FRANKFURT/M. Die Flaute im Geschäft mit Übernahmen und Fusionen (M&A) rüttelt kräftig an der Rangfolge der erfolgreichsten Öffentlichkeitsarbeiter im M&AMarkt. Mit Maitland und Citigate Dewe Rogerson scheinen sich zwei bislang ungewohnte Namen unter den PR-Agenturen auf Dauer im Revier der traditionellen Platzhirsche wie Brunswick oder Financial Dynamics breit machen zu können.

Nach Berechnungen des Finanzmarkt-Dienstleisters Mergermarket konnte Maitland im ersten Quartal dieses Jahres Platz eins der europäischen Rangliste erobern. Financial Dynamics, noch vor Jahresfrist der Marktführer, ist auf Platz vier zurückgefallen, Brunswick verlor drei Plätze auf Rang sechs.

Die Auswertung nach nur einem Quartal ist freilich wenig aussagekräftig. Zum einen hat eine einzige Großtransaktion, die Übernahme von Wella durch Procter & Gamble, die Liste kräftig durcheinander gewirbelt. Zum anderen ist die Berechnung stichtagsbezogen. So wurde der Wella-Verkauf bei Capital Communications - die Spezialisten berieten Procter - berücksichtigt. Im Fall von Citigate, die erst nach Ankündigung der Übernahme von Procter mandatiert wurden, ist dies dagegen nicht geschehen.

Dennoch ist der Trend klar zu erkennen. So hat Maitland in den vergangenen zwei Jahren einen festen Platz in der Spitzengruppe der europäischen PR-Berater erobert. 2001 standen die Briten auf Platz zwei, ein Jahr später auf Platz drei. Auch Citigate arbeitete sich beharrlich nach oben. "Wir sind nicht nur Experten für Börsengänge. Der Bereich M&A spielt bei uns eine ebenso große Rolle", sagte Bernhard Meising, Geschäftsführer von Citigate in Düsseldorf.

In der deutschen Rangfolge taucht seit einem Jahr noch ein weiterer bislang unbekannter Name auf. Die in München und London ansässige CNC AG. Hinter der Agentur stehen Christoph Walther, ehemaliger Kommunikationschef von Daimler-Chrysler, Roland Klein, Ex-Kommunikationschef von Ericsson, sowie der ehemalige Parlamentarische Staatssekretär Siegmar Mosdorf.

Die von vielen eher als Managementberater eingestufte Agentur hat nach eigenen Angaben seit August 2002 Transaktionen im Volumen von über 12 Mrd. Euro betreut. Zuletzt beriet CNC bei Wella die verkaufenden Familien. "Insbesondere bei grenzüberschreitenden Transaktionen profitieren wir von den Erfahrungen unserere Gesellschafter", sagte Marc Lemcke, Mitgründer von CNC. Ungeachtet dieses Erfolges der neuen Namen sind sich Beobachter allerdings in einem einig: "Wenn die Konjunktur und damit auch das Geschäft mit Übernahmen und Fusionen wieder anzieht, werden Namen wie Financial Dynamics oder Brunswick wieder sehr schnell ganz oben stehen", heißt es unisono in der Branche.

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