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Makaay macht Magath und Bayern glücklich

Roy Makaay hat seine Arbeit als Torschütze vom Dienst wieder aufgenommen und lässt den FC Bayern München von einer Erfolgsserie träumen. „Dass er ein Tor erzielt hat, macht mich ausgesprochen glücklich. Das hat ihm sehr gut getan“, frohlockte Trainer Felix Magath nach dem 3:0 über Hannover 96.

dpa MÜNCHEN. Roy Makaay hat seine Arbeit als Torschütze vom Dienst wieder aufgenommen und lässt den FC Bayern München von einer Erfolgsserie träumen. "Dass er ein Tor erzielt hat, macht mich ausgesprochen glücklich. Das hat ihm sehr gut getan", frohlockte Trainer Felix Magath nach dem 3:0 über Hannover 96.

Damit nahm der deutsche Fußball-Rekordmeister wieder Tuchfühlung zur Tabellenspitze auf und stoppte die Niedersachsen auf dem Weg zum Vereinsrekord von sechs Siegen in Serie. "Jetzt können alle wieder mit Makaay-Toren rechnen, ich hoffe schon im Pokal", sagte Magath vor dem Pokalschlager gegen den VfB Stuttgart.

In der 80. Minute war die 782 Pflichtspiel-Minuten lange Leidenszeit zu Ende: Nach Zuspiel von Mehmet Scholl erzielte der Niederländer nach der Blitzführung von Claudio Pizarro (3.) das wichtige 2:0. Der Peruaner Paolo Guerrero, ansonsten bei den Amateuren für Tore zuständig, feierte in der Schlussminute seinen ersten Treffer im Profiteam, und Michael Ballack kündigte nach dem höchsten Bundesliga-Saisonsieg spontan das Ende der Achterbahnfahrt der bisher wenig konstanten Bayern an: "Wir müssen jetzt einfach immer nur gewinnen."

"Ich freue mich über das Tor, hätte mich aber auch gefreut, wenn wir nur 1:0 gewonnen hätten", meinte Makaay und bedankte sich bei seinen Sturmpartnern: "Gegen Schalke war ich der einzige Stürmer, Jetzt haben wir wieder einige mehr, das macht es auch für mich einfacher." Erstmals in dieser Saison drei Stürmertore ließen Magath aufatmen. "Wir waren effektiver und konsequenter vor des Gegners Tor als zuletzt", meinte der Bayern-Coach, stellte aber kritisch fest, dass Hannover nach dem 0:1 "das Heft in die Hand genommen hat und spielerisch klare Vorteile hatte".

Die Bayern-Abwehr, in der mit Lucio, Linke (beide gesperrt), Andreas Görlitz und Willy Sagnol (beide verletzt) vier Stammkräfte fehlten, gestattete 96 keine echte Torchance. "Das 0:1 war tödlich. Danach haben wir bis zum 16-Meter-Raum klar dominiert, doch vorne fehlte die Durchschlagskraft", analysierte Hannovers Coach Ewald Lienen, "aber wir konnten erhobenen Hauptes vom Platz gehen und hätten es verdient gehabt, hier etwas zu holen". Das Ende der Erfolgsserie von fünf Siegen hintereinander nahm Lienen nicht tragisch: "Es gibt andere Mannschaften, die wir schlagen müssen."

Während Bayern-Torwart Oliver Kahn nur in der Schlussphase ein paar Mal ernsthaft geprüft wurde und dabei drei Tage nach seinem kapitalen Fehler beim 0:1 gegen Juventus Turin mit einer fehlerfreien Leistung im Torwartstreit zwischen den Bayern und Bundestrainer Jürgen Klinsmann keinen weiteren Gesprächsstoff lieferte, sorgte Schiedsrichter Lutz Michael Fröhlich für den Aufreger im Olympiastadion. In der 38. Minute zeigte er dem bereits vorbestraften Michael Ballack Gelb-Rot, korrigierte nach Rücksprache mit Assistent Jochen Drees (Mainz) und dem vierten Offiziellen Michael Kempter (Saulgau) aber postwendend seine Fehlentscheidung und gab dem "wahren Sünder" Bastian Schweinsteiger wegen Foulspiels die Gelbe Karte.

"Es war ein Irrtum, den ich schnell beheben konnte. Ich habe das Foul falsch zugeordnet", klärte Fröhlich auf, der Ballacks (13) und Schweinsteigers Rückennummern (31) verwechselt hatte. "Hut ab. Das war eine starke Leistung", lobte Ballack den Gentleman aus Berlin, der sich per Handschlag beim Nationalspieler entschuldigte. Magath, der vor einer Woche nach Lucios Platzverweis in Gladbach den Unparteiischen scharf kritisierte hatte, stellte Fröhlichs "große Geste" besonders heraus: "So einfach ist das für einen Schiedsrichter, für Ruhe und Sicherheit zu sorgen."

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