MAN, E.ON und Siemens unter Druck
Erfreulicher Wochenausklang beim Dax

Sehr fest haben die deutschen Aktienmärkte am Freitag den Handel beendet. Nach positiver Tendenz erhielten die Börsen zusätzlichen Auftrieb vom festen Start an der Wall Street.

ddp FRANKFURT. Der Deutsche Aktienindex (Dax) mit den 30 wichtigsten Unternehmen stieg um fast drei Prozent auf 4 308,15 Punkte. Der Nemax 50 des Neuen Marktes kletterte sogar um 6,7 % auf 802,28 Zähler. In New York verbesserten sich der Dow Jones Industrial bis 20.00 Uhr um 1,9 % auf 8 843 Punkte und der technologieorientierte Nasdaq-Composite um 2,3 % auf 1 494,04 Zähler.

Gestützt wurde die Entwicklung nach Ansicht von Händlern durch den günstigen Dollarkurs, den niedrigen Ölpreis und die geringen Zinsen. Zudem verflüchtige sich die nach den Anschlägen kursierende Kriegsangst mehr und mehr aus den Kursen. Zudem versuchten große Fonds am letzten Handelstag des Quartals, ihre Bilanz durch gezielte Käufe aufzubessern. Der Euro zeigte sich mit 0,9090 $ am Abend deutlich schwächer. Die Europäische Zentralbank hatte am Mittag noch einen Referenzkurs von 0,9131 $ ermittelt. Etwas fester als am Donnerstagabend notierte der Ölpreis: In London kostete ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent 21,82 $.

Technologietitel an der Spitze

Im Dax setzten sich Technologietitel an die Spitze. Infineon gewannen über neun Prozent auf 13,40 ?. Händler sprachen von einer technischen Erholung nach den herben Verlusten der vergangenen Tage. SAP legten nach der Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms um fünf Prozent auf 115,50 ? zu. Bei geringen Umsätzen setzten auch Preussag ihren Erholungskurs fort. Mit einem Plus von 7,4 % auf 26,46 ? legte das Papier am sechsten Handelstag in Folge zu. Nur vier Titel notierten im Minus. Neben MAN und E.ON standen vor allem Siemens unter Druck.

Aktien des Elektronikkonzerns verbilligten sich bei einem hohen Umsatz von 8,5 Mill. Stück im Xetra-System um 1,4 % auf 41,89 ?. Am Markt kursierten Gerüchte, das Unternehmen wolle den US-Konzern Motorola übernehmen - Händler hielten das allerdings für wenig glaubhaft. Der MDax mit den Nebenwerten legte 2,6 % auf 3 971,71 Punkte zu, wobei die Ausschläge bei Gewinnern und Verlierern recht hoch waren. So legten GfK um 26 % auf 21,61 ? zu, während ProSiebenSat.1 nach einer Gewinnwarnung um 18 % auf 5,15 ? einbrachen.

Daimler-Chrysler legten um 5,5 % auf 32,69 Euro zu. Dabei spielte die "versteckte Gewinnwarnung", wonach das Risiko durch die Anschläge noch nicht abzusehen sei, kaum eine Rolle. Der Kurs wanderte direkt nach der Meldung für einige Minuten ins Minus. "Der Kursabschlag war aber in der Vergangenheit schon sehr groß, negative Effekte sind bereits eingepreist", erklärte ein Beobachter die späte Erholung.

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