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Man kann nicht alles haben

Der Fortschritt ist nicht aufzuhalten. Auch nicht in deutschen Amtsstuben.

Nächste Woche will die Curiavant Internet GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der Städte Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach und Bayreuth, ihr Projekt "Einfache Melderegisterauskunft" vorstellen. Der Kunde, Unternehmen oder Privatmensch, stellt am Internet-PC eine Anfrage an das Melderegister der Stadt und - schwupps - nach wenigen Sekunden erscheint die gewünschte Auskunft auf dem Bildschirm. Ein wirklicher Fortschritt. Bisher wälzt sich jeder Antrag wochenlang über Behördenschreibtische und die Antwort kommt dann nach erfolgreich absolviertem Dienstweg gemächlich per Post.

Das neue Projekt aber ist E-Government wie es sein soll. Kundenfreundlich, schnell, unkompliziert. Erlangen will es als erste Stadt einführen und bis zur Cebit nächstes Jahr will auch Deutschlands heimliche High-Tech-Hauptstadt Hannover das System installiert haben. Sogar die Abrechnung läuft automatisch, dank Chipkarte und digitaler Signatur.

Ach ja, wo wir gerade beim Bezahlen sind: In Erlangen hat eine Melderegisterauskunft in der alten Form unter Einschaltung diverser städtischer Bediensteter 10 DM gekostet. Die neue Sekundenauskunft kostet - auch 10 DM. Manche Dinge ändert auch der Einsatz moderner Technik in Zeiten knapper Haushaltskassen wohl nicht. Leider. Na ja, Hauptsache, es wird nicht teurer.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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