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MAN nach Ergebnis und Auftragsschub optimistischer für 2004

Mit einem Umsatz und Ergebnisschub hat der MAN-Konzern im zweiten Quartal die Prognosen der Analysten übertroffen. Vor allem die Nutzfahrzeugsparte erwies sich erneut dank Lkw-Boom in Westeuropa als wichtigste Ergebnisstütze. Auch das Auftragspolster wuchs noch einmal deutlich an. Im ersten Halbjahr präsentierten mit Ausnahme der Dieselmotorensparte und der Finanzdienstleistungen alle Bereiche deutliche Ergebnissteigerungen.Für das Gesamtjahr zeigte sich der Konzern nun noch etwas optimistischer als noch vor wenigen Monaten.

dpa-afx MÜNCHEN. Mit einem Umsatz und Ergebnisschub hat der MAN-Konzern im zweiten Quartal die Prognosen der Analysten übertroffen. Vor allem die Nutzfahrzeugsparte erwies sich erneut dank Lkw-Boom in Westeuropa als wichtigste Ergebnisstütze. Auch das Auftragspolster wuchs noch einmal deutlich an. Im ersten Halbjahr präsentierten mit Ausnahme der Dieselmotorensparte und der Finanzdienstleistungen alle Bereiche deutliche Ergebnissteigerungen.Für das Gesamtjahr zeigte sich der Konzern nun noch etwas optimistischer als noch vor wenigen Monaten.

So zeigte sich der Konzern nun zuversichtlich, das Vorsteuerergebnis nun auf "mindestens" 400 Mill. ? (Vj: 261 Mio Euro) steigern zu können, wie MAN am Donnerstag in München mitteilte. Bisher hatte Konzernchef Rudolf Rupprecht dies als Zielgröße genannt. Beim Auftragseingang wird ein Plus von über 10 % erwartet, das Umsatzplus werde etwas darunter liegen. Bereits zur Hauptversammlung im Juni hatte Rupprecht durchblicken lassen, dass die ursprünglich genannten Zielgrößen noch etwas übertroffen werden können. Bis dahin hatte der Konzern von einem Umsatzplus von 6 % gesprochen.

MAN-Aktie Gibt

Die MAN-Aktie verlor bis 9.30 Uhr 2,53 % auf 27,76 ? und war damit der schwächste DAX-Werte . Händler sprachen von einem Verkauf nach guten Nachrichten. MAN verdiente im zweiten Quartal vor Zinsen und Steuern (Ebit) 143 Mill. ?. Im Vorjahresquartal hatte der Konzern noch ein bereinigtes Ebit in Höhe von 104 Mill. ? erzielt. Der Konzern gibt als Vergleichsgrößen die um den Ende letzten Jahres veräußerten Anteil an der SMS bereinigten Zahlen an. Mit dem Quartalsergebnis übertraf der Konzern die Erwartungen der von dpa-AFX befragten Analysten, die durschnittlich mit 134 Mill. ? gerechnet hatten.

Vor Steuern standen 106 Mill. ? in der Bilanz nach 63 Mill. ? im Vorjahr. Die Experten hatten im Durchschnitt mit einem Vorsteuerergebnis bei 94 Mill. ? gerechnet. Auch die Auftragssituation belebte sich weiter deutlich. So stieg die Summe der Ordereingänge im zweiten Quartal um 18 % auf 4,2 Mrd. ?. Der schon zum ersten Quartal angekündigte deutliche Auftragsschub ließ die Umsätze um 18 % auf 3,853 Mrd. ? klettern.

Druckmaschinen IM Minus

Das Sorgenkind des Konzerns, die defizitäre Druckmaschinensparte kommt unterdessen kaum voran. Die Sparte rutschte im zweiten Quartal bei höheren Umsatz- und Produktionszahlen wegen hoher Aufwendungen für die Fachmesse drupa etwas tiefer in die roten Zahlen, verbesserte sich aber auf das Halbjahr hochgerechnet. So präsentierte die Sparte im zweiten Quartal ein Ebit von minus acht Mill. ? nach minus sieben Mill. ? im Vorjahr. In den ersten sechs Monaten standen minus 24 Mill. (Vj: minus 31) Mill. ? in der Bilanz.

Die Nutzfahrzeugsparte, die nach zwei verlustreichen Jahren im vergangenen Jahr wieder die Gewinnzone erreicht hatte, erwies sich erneut als wichtigste Ergebnisstütze. Vor Steuern blieben im zweiten Quartal 59 (Vj: 38) Millionen.

Das Ergebnis der Dieselmaschinensparte fiel durch Aufwendungen für die Zusammenlegung von Fertigungsstätten in Dänemark und durch Belastungen der englischen Tochtergesellschaft aus Aufträgen im Nahen Osten im ersten Halbjahr unter den Vorjahreswert. Vor Steuern fielen hier elf nach 18 Mill. im Vorjahr an. Die Turbomaschinen, die Industriedienstleistungen und die Finanzdienstleistungen setzten dagegen ihren positiven Trend fort.

Weitere Arbeitsplätze IN Gefahr

MAN befindet sich in einer tief greifenden Umstrukturierungsphase. Nach dem Abbau von gut 6 000 Stellen in den vergangenen Jahren sollen auch in diesem Jahr weitere Arbeitsplätze entfallen. Betroffen sind vor allem der Druckmaschinenbereich, die Bussparte aber auch der Raumfahrzulieferer MAN Technologie.

Zudem verhandelt das Management derzeit für die Druckmaschinensparte MAN Roland in Offenbach und Augsburg sowie für den Dieselbereich in Augsburg über eine Verlängerung der Arbeitszeit. Hier hatten sich zuletzt aber harte Auseinandersetzungen abgezeichnet, nachdem der Konzern-Betriebsrat die Einführung einer 40-Stunden-Woche vehement abgelehnt hat. Eine Entscheidung will Rupprecht vor seinem Ausscheiden Ende des Jahres noch unter Dach und Fach bringen.

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