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MAN Nutzfahrzeuge mit bislang bestem Ergebnis

Nach der Übernahme des Stuttgarter Busherstellers Neoplan will die Nutzfahrzeug-Gruppe des MAN-Konzerns weiter durchstarten.

dpa/afx MÜNCHEN. Bei Umsatz und Gewinn habe die MAN Nutzfahrzeuge AG im abgelaufenen Geschäftsjahr 1999/2000 das in der Unternehmensgeschichte "mit Abstand beste Ergebnis erzielt", sagte der neue Vorstandsvorsitzende Hakan Samuelsson am Dienstag in München.

Der Umsatz stieg um 17 % auf insgesamt 5,8 Mrd. Euro, das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) legte im Geschäftsjahr 1999/2000 (30. Juni) um 38 Mill. auf 269 Mill. Euro zu. Von der Übernahme der Gottlob Auwärter GmbH & Co. KG (Stuttgart) verspricht sich MAN eine Verbesserung auf dem deutschen und westeuropäischen Linien- und Reisebus-Markt.

Zum Jahreswechsel will der gesamte MAN-Konzern sein Geschäftsjahr auf das Kalenderjahr umstellen. Für das angebrochene Rumpfgeschäftsjahr bis Ende 2000 gab sich Samuelsson weitgehend optimistisch. Im ersten Quartal sei der Umsatz um 18 % auf 1,24 Mrd. Euro geklettert. Auch in den Auftragsbüchern zeigte sich ein Plus um weitere 16 % auf ein Gesamtvolumen von 1,476 Mrd. Euro.



Höhere Investitionen in F&E

Darüber hinaus seien die Anlagemittel, Eigenkapital und Pensionsrückstellungen, im Geschäftsjahr 1999/2000 auf 1,3 Mrd. Euro gestiegen. Das Anlagevermögen sei dadurch weiterhin voll durch Anlagemittel gedeckt. Zudem habe sich der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme auf 21 % verbessert.

Für Forschung und Entwicklung sind nach Unternehmensangaben insgesamt 199 Mill. Euro, 21 % mehr als im Vorjahr, investiert worden. Die Steigerung resultiere aus der neuen Entwicklung des neuen Fahrzeugprogrammes TG-A. Gemäß IAS 38 seien 58 Mill. Euro im Geschäftsjahr der Markteinführung des TG-A aktiviert worden.

Die Zugänge der Gruppe aus Investitionen in Sachanlagen für Vertrieb und Produktion lagen laut MAN mit insgesamt 231 Mill. Euro niedriger als im Vorjahr mit 283 Mill. Euro, aber über den Abschreibungen in Höhe von 170 Mill. Euro.



Hohe Kraftstoffpreise könnten Schatten auf die guten Prognosen werfen

MAN

geht nach eigenen Aussagen davon aus, dass die gestiegenen Rohölpreise sowie die hohen Steuerbelastungen, die Investitionsentscheidungen der Transportunternehmer negativ beeinflussen könnten.

Darüber hinaus habe die hohe Marktnachfrage voll ausgelastete Produktionskapazitäten bei den Zulieferern zur Folge, hieß es weiter. Zusammen mit dem Produktwechsel und durch die Verkehrsblockade in Frankreich und Spanien sei es zu Engpässen bei den Zulieferungen gekommen. Die damit verbundenen Zusatzaufwendungen belasteten die Margen des Unternehmens im Rumpfgeschäftsjahr. MAN rechnet damit, das Ergebnis des ersten Halbjahres des Geschäftsjahres 1999/2000 "gut zu erreichen", sollten sich die Unsicherheiten der Kraftstoffpreiserhöhungen am Markt nicht allzu sehr auswirken.

So reagierte die MAN-Aktie auf die Geschäftszahlen

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