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MAN rüstet sich für milliardenschwere Zukäufe

Der Aufsichtsrat schlage der Hauptversammlung die Schaffung eines genehmigten Kapitals von 197,4 Mill. Euro vor, teilte die MAN AG (München) am Donnerstag mit. Das entspreche 50 % des Grundkapitals. Der Konzern könnte mit der Erlaubnis zu dieser Kapitalerhöhung bei Bedarf neue Aktien ausgeben.

dpa/afx MÜNCHEN. MAN will zudem mit der Zahlung einer Rekorddividende und mit einem Aktienrückkaufprogramm den zuletzt spürbar gesunkenen Börsenkurs wieder auf Trab bringen. Der MAN-Stammaktienkurs stieg gegen den DAX- Trend um zwischenzeitlich 1 % auf 29,70 Euro, ist aber noch weit von den Höchstständen um 40 Euro entfernt.

Schon bisher stand MAN zwar ein genehmigtes Kapital in gleicher Höhe zur Verfügung. Künftig soll aber bei der Ausgabe neuer Aktien das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden. Damit schafft sich der Nutzfahrzeuge- und Maschinenbaukonzern eine leichter zu nutzende Akquisitionswährung, die sie zum Beispiel bei einer Fusion oder Übernahme an ein anderes Unternehmen geben können. In der Nutzfahrzeuge-Branche wird immer wieder über neue Fusionen spekuliert. Zudem ist MAN laut Medienberichten am Erwerb der im Anlagenbau tätigen ThyssenKrupp-Tochter Uhde interessiert.

Der Aufsichtsrat schlägt der Hauptversammlung angesichts eines Rekordergebnisses für das Geschäftsjahr 1999/2000 (30. Juni) zudem eine von 0,92 auf 1 Euro erhöhte Dividende vor. Die Aktionäre sollen bei ihrem Treffen Mitte Dezember außerdem über eine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien von bis zu 10 % des Grundkapitals abstimmen. MAN will damit dem Wunsch der Kleinaktionärsvertretungen entgegen kommen und den Bestand der Vorzugsaktien abbauen. Diese sollen bis zu einem Kurs von 80 % des Stammaktienkurses erworben werden.

Gewinn um 14 % gesteigert

MAN will zudem sein Geschäftsjahr auf das Kalenderjahr umstellen. Bisher endet das Geschäftsjahr der MAN AG (München) und der Tochterunternehmen am 30. Juni. Der Aufsichtsrat schlug nun ein Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis zum 31. Dezember vor. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte der Konzern den Gewinn nach Steuern um 14 % auf erstmals 424 Mill. Euro (829 Mill. DM) gesteigert. Der Umsatz wuchs um 10 % auf 14,6 Mrd. Euro.

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