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MAN übernimmt Neoplan

Die beiden Bushersteller MAN und Gottlob Auwärter (Neoplan) legen ihre Omnibus-Aktivitäten zusammen. Die Nutzfahrzeugsparte des MAN-Konzerns hat in diesem Jahr Umsatz und Absatz von Lkw und Bussen erneut gesteigert.

dpa STUTTGART/MÜNCHEN. Die MAN Nutzfahrzeuge AG (München) übernimmt die Gottlob Auwärter GmbH & Co. KG (Stuttgart, Markenname Neoplan). Beide Unternehmen führten ihre Omnibusaktivitäten unter dem Dach einer neuen Holdinggesellschaft zusammen, an der MAN alle Anteile halten wird, teilten die Unternehmen am Donnerstagmorgen mit.

Beide Bushersteller sollen ihre eigenständige Identität, die Markennamen sowie die jeweiligen Verkaufs- und Serviceorganisationen beibehalten. Die Umsetzung der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung der zuständigen Gremien und Behörden.

Nach den Angaben sollen durch das Zusammengehen Einsparungen vorrangig bei Einkauf, Produktentwicklung und in den Fertigungsstrukturen im In- und Ausland verwirklicht werden. Die besonderen Stärken beider Bushersteller - die von Neoplan bei Reisebussen und MAN bei Linienbussen - ergänzten sich hervorragend und schafften ein ausgewogenes Verhältnis von Reise- zu Linienbussen, hieß es.

Beide Hersteller werden nach eigenen Angaben zusammen einen Marktanteil von rund 35 Prozent in Deutschland erreichen. Insgesamt wird die neue Busgruppe mit einer Produktion von rund 7 500 Bussen und Buschassis sowie einem Umsatz von 2,5 Milliarden DM (1,28 Milliarden Euro) einen Marktanteil von rund 15 Prozent in Europa erzielen.

MAN Nutzfahrzeuge setzt Wachstumstrend fort

Die Nutzfahrzeugsparte des MAN-Konzerns hat ihr Umsatz- und Absatzwachstum bis Ende August nach eigenen Angaben noch einmal beschleunigt. In den ersten acht Monaten des Jahres seien Umsatz und Absatz der Lkw und Omnibusse um jeweils 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, sagte der neue Vorstandschef der MAN Nutzfahrzeuge AG, Hakan Samuelsson, am Donnerstag auf der IAA Nutzfahrzeuge in Frankfurt laut Redetext. Mit 45 000 Stück sei ein neuer Absatzrekord erreicht worden, sagte er. Eine absolute Zahl für den Umsatz nannte Samuelsson nicht.

Der Auftragseingang sei im gleichen Zeitraum um 30 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro gewachsen. Das entspreche fast 51 000 Lkw und Bussen. Der Auftragsbestand liegt seinen Angaben zufolge nach acht Monaten mit 2,4 Milliarden Euro ebenfalls um 30 Prozent über Vorjahr. Das zweite Halbjahr 2000 ist im MAN - Konzern ein Rumpfgeschäftsjahr, künftig entspricht das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr. 1999/2000 (zum 30. Juni) hatte MAN den Nutzfahrzeugumsatz um 17 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro gesteigert und mit knapp 65 000 Fahrzeugen einen Absatzrekord aufgestellt. Die Nutzfahrzeugsparte erzielte vor Ertragsteuern einen Gewinn von 269 (231) Millionen Euro.

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