MAN und Thyssen-Krupp verlieren deutlich
Deutsche Aktien geben nach

Der deutsche Markt ist zur Wochenmitte weiter auf Konsolidierungskurs gegangen. Vereinzelte Gewinnmitnahmen drückten den Markt und die vorbörslichen US-Vorgaben seien negativ, sagten Händler am Mittwoch.

dpa FRANKFURT. Anleger wüssten zudem noch nicht so recht, in welche Richtung der Markt sich weiter entwickeln werde. Nach der umstrittenen US-Entscheidung, hohe Einfuhrzölle auf Stahl zu erheben, geriet besonders die ThyssenKrupp-Aktie unter Druck.

Der Dax drehte im Handelsverlauf mehrfach zwischen Plus und Minus und lag am Nachmittag 0,35 % leichter bei 5210 Punkten. Am Neuen Markt verlor der Auswahlindex NEMAX 50 um 0,60 % auf 1035 Zähler. Dagegen hielt der MDAX der Nebenwerte seinen Gewinn von 0,35 Prozent bei 4 411 Stellen.

Thyssen-Krupp büßten 2,14 % auf 16,92 ? ein. Zuvor hatte das Unternehmen mitgeteilt, der von den US-Stahlschutzzöllen betroffene Anteil am Gesamtjahresumsatz betrage etwa ein bis zwei Prozent. Durch indirekte Effekte sei ThyssenKrupp sehr wohl betroffen. Man sollte die Auswirkungen auf das Unternehmen aber nicht überbewerten, sagte ein Händler.

Anderen Händlern zufolge belastete die Schutzzoll-Entscheidung auch die Dax-Autowerte. BMW, Volkswagen und DaimlerChrysler gaben zwischen 2,6 und 1,7 % ab und gehörten damit zu den größten Verlierern. Einen Tag vor Vorlage der Jahresbilanz standen auch die Aktie des Sportartikelherstellers adidas-Salomon auf der Verkaufsliste. Der Titel verbilligte sich um 3,10 % auf 77,80 Euro.

Verluste von 1,45 % auf 27,78 ? verbuchte das MAN - Papier. Der Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern hatte am Morgen einen drastischen Gewinnrückgang im vergangenen Jahr bekannt gegeben und eine Dividendenkürzung angekündigt.

Dagegen verbuchte die Aktie von Fresenius Medical Care ein Plus von 3,59 % auf 62,88 ? und führte damit die DAX- Gewinnerliste an. Der Dialysespezialist hatte am Vortag Jahreszahlen im Rahmen der Analysten-Erwartungen vorgelegt. Infineon-Aktien profitierten Händlern zufolge von den erneuten Speicherchip- Preiserhöhungen südkoreanischer Konkurrenten und verteuerten sich um 0,87 % auf 27,83 ?.

Der Rentenmarkt zeigte sich schwächer. Der richtungweisende Bund- Future verlor 0,4 % auf 106,34 Zähler, der Rentenmarkt- Index REX gab 0,39 % auf 111,86 Stellen nach. Die Umlaufrendite lag unverändert bei 4,99 (Dienstag: 4,90). Die ?päische Zentralbank (EZB) legte den Referenzkurs zum ? auf 0,8712 US-Dollar (Vortag: 0,8682) fest.

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