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MAN will 40-Stunden-Woche für rund . Beschäftigte

(dpa-AFX) München - Der Maschinenbau- und Nutzfahrzeugekonzern MAN < MAN.ETR > will für rund 3.000 Beschäftigte die 40-Stunden-Woche wieder einführen. Entsprechende Überlegungen seien bei den Verhandlungen über Kostensenkungen mit Belegschaftsvertretern im Gespräch, sagte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag in München. Konkret betreffe dies die Beschäftigten von MAN Roland in Offenbach. Am Standort Augsburg gehe es um eine Anhebung der Wochenarbeitszeiten von derzeit 35 auf 38 Stunden für rund 4000 Mitarbeiter bei MAN Roland und MAN B  & W Diesel. Damit konkretisierte das Unternehmen erstmals seine Forderung nach längeren Arbeitszeiten.

(dpa-AFX) München - Der Maschinenbau- und Nutzfahrzeugekonzern MAN < MAN.ETR > will für rund 3.000 Beschäftigte die 40-Stunden-Woche wieder einführen. Entsprechende Überlegungen seien bei den Verhandlungen über Kostensenkungen mit Belegschaftsvertretern im Gespräch, sagte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag in München. Konkret betreffe dies die Beschäftigten von MAN Roland in Offenbach. Am Standort Augsburg gehe es um eine Anhebung der Wochenarbeitszeiten von derzeit 35 auf 38 Stunden für rund 4000 Mitarbeiter bei MAN Roland und MAN B & W Diesel. Damit konkretisierte das Unternehmen erstmals seine Forderung nach längeren Arbeitszeiten.

Das Unternehmen sei um eine friedliche und konstruktive Lösung bemüht, sagte der Sprecher. "Es gibt keine Drohung mit einer Verlagerung von 7000 Arbeitsplätzen, das ist völlig aus der Luft gegriffen", sagte der Sprecher und wies damit einen Bericht des "Tagesspiegel" (Dienstagausgabe) zurück. Auch ein Ultimatum, wonach es in den kommenden Wochen zu einer Lösung kommen müsse, gebe es nicht. MAN strebt nach früheren Aussagen eine Verhandlungslösung bis zum Jahresende an.

Die IG Metall Augsburg sprach von "Erpressungsversuchen" der Konzernleitung. Sowohl bei MAN Roland als auch bei MAN B & W Diesel in Augsburg gebe es für das Jahr 2004 mit den Geschäftsführungen unterschriebene Vereinbarungen zur Standortsicherung. "Trotzdem versucht der Vorstandsvorsitzende Herr Rupprecht, seinen Abgang als Vorstandsvorsitzender den Aktionären mit saftigen Einbußen bei den Belegschaften zu versüßen", hieß es in einer Mitteilung. Den Mitarbeitern sei dies angesichts einer guten Auftragslage des Unternehmens nicht zu vermitteln. Zudem werde in beiden Betrieben Mehrarbeit in erheblichem Umfang geleistet, die Zahl der Leiharbeitnehmer steige wieder an.

Der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Offenbach, Werner Dreibus, sagte am Dienstag, mit Äußerungen über eine Wiedereinführung der 40- Stunden-Woche würde MAN-Chef Rudolf Rupprecht "aus politisch- ideologischen Gründen eine öffentliche Kampagne führen, die dem Unternehmen schadet". Dreibus hielt der Geschäftsleitung vor, in der Produktion am Standort Offenbach herrsche "absolutes Chaos". Wegen einer schlecht organisierten Fertigung stünden die Bänder zeitweise still. Die Gewerkschaft verlange daher ein Zukunftskonzept, das diese Missstände beseitigt, und eine langfristige Beschäftigungs- und Standortsicherung, ehe sie bereit sei, über Zugeständnisse der Arbeitnehmer zu diskutieren.

Bereits in der vergangenen Woche hatte der Konzernbetriebsrat von MAN eine Wiedereinführung der 40-Stunden-Woche kategorisch abgelehnt. Konzernchef Rupprecht, der den Vorstandsvorsitz zum Jahresende an seinen Nachfolger Hakan Samuelsson abgibt, hatte erklärt: "Wenn sich jetzt die 40-Stunden-Woche langsam wieder durchsetzt, wollen wir lieber vorn dabei sein als hinterherzulaufen." /cs/DP/tav

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