Management-Buyout bei Private Equity
Deutsche Bank treibt Ausverkauf voran

Die Deutsche Bank will ihr Direktbeteiligungen an nicht börsennotierten Firmen (Private Equity) im Gesamtvolumen von rund drei Milliarden Euro an das Management von DB Capital Partners verkaufen.

Reuters FRANKFURT. "Die Deutsche Bank hat mit dem Management-Team von DB Capital Partners (DBCP) exklusive Verhandlungen über den Verkauf des Late Stage Direct Private Equity-Portfolio der Bank aufgenommen", teilte das Geldhaus am Donnerstag mit. Das Management-Team von DBCP wird von Ted Virtue und Graham Clempson geleitet.

Das Private-Equity-Geschäft der Deutschen Bank umfasst die Beteiligungen an jungen und nicht börsennotierten Unternehmen. Bei dem sogenannten Late Stage Direct Private Equity-Portfolio handelt es sich nach Angaben der Bank um direkte Investitionen in bereits etablierte Unternehmen. Unter anderem ist die Bank bei dem Ferienparkbetreiber Center Parks engagiert. Der aggregierte Buchwert dieses Portfolios belaufe sich auf rund 1,5 Milliarden Euro, hieß es.

Außerdem befinde sich die Deutsche Bank mit dem DBCP-Management im Gespräch über weitere direkt gehaltene Private-Equity-Aktiva mit einem Buchwert von nochmals mehr als 1,5 Milliarden Euro. Die Verhandlungen befänden sich jedoch noch in einem frühen Stadium, teilte die Bank mit.

Die Deutsche Bank trennt sich unter der Führung ihres Vorstandschefs Josef Ackermann konsequent von Aktivitäten, die nicht zum Kerngeschäft der Bank gehören. Das Geldhaus hat deutlich gemacht, in diesem Zusammenhang auch seine Engagements im Bereich Private-Equity senken zu wollen. Das Gesamtvolumen der Private-Equity-Engagements wird von der Bank mit rund 5,5 Milliarden Euro angegeben. Das Volumen von etwas mehr als drei Milliarden Euro, über das jetzt verhandelt werde, gebe dabei in etwa die Direktbeteiligungen wieder. Die übrigen Mittel liefen über Fonds.

Anfang November hatte bereits das niederländische Finanzhaus NIB Interesse an einer Übernahme von Teilen von DB Capital signalisiert. Ein NIB-Sprecher hatte jedoch gesagt, es sei noch zu früh, um Aussagen über ein Angebot zu machen. Die Aktie der Deutschen Bank notierte am Vormittag im Markttrend mit 2,3 Prozent im Plus bei 50,75 Euro.

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