Management-Piloten
Cockpit erwartet annähernd 1000 Flugausfälle

Der bevorstehende 24-stündige Streik der Lufthansa-Piloten am Donnerstag wird nach Angaben der Vereinigung Cockpit bundesweit zu annähernd 1000 Flugausfällen führen. Vom Arbeitskampf betroffen seien erneut die Lufthansa, die Ferienfluggesellschaft Condor und die Frachttochter Lufthansa Cargo, sagte Rüdiger Fach, Mitglied der Cockpit-Tarifkommission, am Mittwoch.

dpa FRANKFURT/MAIN. Die Tarifgespräche waren in der Nacht ergebnislos ausgesetzt worden, ohne dass ein neuer Termin vereinbart wurde. Nur ein schneller Anruf der Lufthansa mit einem akzeptablen Angebot könne den Streik möglicherweise doch noch abwenden, sagte Fach. Damit rechne Cockpit jedoch nicht.

Die Pilotengewerkschaft fordert Einkommensverbesserungen von im Schnitt mehr als 30 %. "Das Angebot der Lufthansa und unsere Forderung sind riesenweit voneinander entfernt», sagte Fach. Das Unternehmen habe vor allem den Streik verhindern wollen, statt zu einer schnellen Einigung zu kommen. Anscheinend habe die Lufthansa erst spät erkannt, wie ernst die Cockpit-Forderungen seien, sagte Fach. "Es ist noch nicht abzusehen, wo wir uns treffen können." Die Lufthansa hatte zuletzt eine Steigerung von durchschnittlich 10,6 % im Grundgehalt sowie eine Ergebnisbeteiligung von zwei Monatsgehältern für dieses Jahr angeboten. In den kommenden drei Jahren sollten die Bezüge in Höhe der Inflationsrate steigen, hinzu käme je nach Geschäftsentwicklung eine Ergebnisbeteiligung.

Bei einem ersten zwölfstündigen Pilotenstreik am vergangenen Freitag waren mehr als 300 Lufthansa-Flüge ausgefallen. Von dem Ausstand waren rund 30 000 Kunden betroffen. Die Lufthansa kündigte an, am Donnerstag die wichtigsten Verbindungen mit so genannten Management-Piloten aufrechterhalten zu wollen. Diese sind bei dem Unternehmen normalerweise für Sonderaufgaben - etwa in der Führung oder Technik - zuständig und nicht an die Vereinigung Cockpit gebunden. Es werde an einem gesonderten Flugplan gearbeitet, sagte ein Lufthansa-Sprecher. Reisende innerhalb Deutschlands sollten auf Züge umsteigen.

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