Management rechnet mit zehn Prozent Gewinnwachstum
Bombardier: Gewinneinbruch gut verkraftet

Ist man erst - wie die kanadische Bombardier - weltgrößter Anbieter für Bahntechnik, kommen die Aufträge fast wie von selbst: Auf 42 Elektroloks im Wert von 133 Millionen Euro lautet die jüngste Order von Italiens Staatsbahn Trenitalia.

DÜSSELDORF. Die Long Island Rail Road aus New York bestellte soeben 352 Triebwagen für mehr als 667 Millionen Euro. In Bombardiers Auftragsbüchern standen zum Ende des Geschäftsjahres 2001/02 (31. Januar) Bestellungen im Wert von umgerechnet 31 Milliarden Euro, rund das Doppelte des Jahresumsatzes von 15,5 Milliarden Euro.

Nicht nur zu Lande, auch in der Luft können sich die an der Börse mit knapp14 Milliarden Euro bewerteten Kanadier sehen lassen: Weltweite Nummer eins sind sie auch mit ihrer Produktion von Regional- und Geschäftsflugzeugen (Learjet, rund zwei Drittel des Umsatzes). Im Bereich Freizeitprodukte (Schneemobile, Jetskier, zehn Prozent Umsatzanteil) wurden 2001 die Außenbordermarken Evinrude und Johnson übernommen.

Aber im Gefolge der September-Attentate brach der Kurs um über 50 Prozent auf gut sieben Euro ein, erholte sich sich aber wieder auf mehr als zehn Euro. Dabei stieg der Umsatz per Ende Januar 2002 um fast 35 Prozent, die Montrealer mussten aber einen Gewinnrückgang um knapp 60 Prozent auf circa 275 Millionen Euro verkraften. Die Gründe: außerordentliche Aufwendungen bei der Finanzierungstochter, Abschreibungen von Entwicklungsaufwand und Kosten für die Entlassung von 4500 Luftfahrtmitarbeitern.

Im Kurs ist der Gewinneinbruch bereits angemessen berücksichtigt. Das Management geht nach der Anpassung der Flugzeugkapazitäten von zehn Prozent Gewinnwachstum aus. Mit der insolventen Fairchild Dornier verhandelt Bombardier über die Übernahme des 728-/928-Jet-Entwicklungsprogramms. Der Kauf des Bahntechnikunternehmens Adtranz und der Outbordermarken verstärkt die Diversifikation und sorgt mit der führenden Stellung im Zukunftsmarkt Geschäftsreiseflugzeuge für hohen Cash-Flow. Das KGV von rund 14 ist eine starke Basis für weiteren Kursanstieg.

Quelle: Wirtschaftswoche

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