Management stolpert über Bilanztricks in den USA
Aholds Zahlen strahlen in trügerischem Glanz

Angesichts der harten Konkurrenz kämpfen die global agierenden Handelsgruppen mit harten Bandagen. Bei Hollands Handelsriesen Ahold gingen dabei die Maßstäbe für Gut und Böse verloren. Manager der Tochter US Food Service wiesen mehr Gewinn aus als vorhanden war.

HB AMSTERDAM. Das war zwar schon 2000 und 2001. Aber erst in diesem Jahr flog der Schwindel auf. Vorstandschef und Finanzvorstand mussten den Hut nehmen. Dem neuen Konzernchef Anders Moberg flatterten gleich nach Amtsantritt die nächsten Hiobsbotschaften auf den Tisch: Das alte Management war nicht nur falschen Zahlen aus den USA aufgesessen, es hatte auch Ahold-Filialen in Spanien und Südamerika viel zu hoch bewertet in den Konzernbilanzen stehen lassen. Die nötigen Korrekturen fraßen den ganzen Gewinn von 2002 auf - über 2 Mrd. Euro.

Ahold macht zumindest noch Gewinn - bei Spar ist davon kaum mehr die Rede. Die deutsche Tochter der französischen Intermarché- Gruppe gilt bei ihren Gläubigerbanken mit rund 1 Mrd. Euro Verbindlichkeiten als zu stark verschuldet. Nun will sie die Netto-Supermärkte verkaufen. Doch ohne Netto wäre Spar nur noch Tara, warnen Branchenkenner: Ohne seine einzig profitable Sparte habe Spar-Chef Fritz Amman kaum eine Chance, die Gruppe wieder in die Gewinnzone zu bringen.

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