Manager bleibt offizielle Berater des Unternehmens
Kinowelt-Finanzvorstand Unzeitig geht

Vor dem Hintergrund finanzieller Schwierigkeiten verlässt Finanzvorstand Eduard Unzeitig den Medienkonzern Kinowelt. Der Vertrag sei einvernehmlich mit sofortiger Wirkung aufgehoben worden, teilte die Kinowelt Medien AG (München) am Donnerstag mit.

dpa MÜNCHEN. Seine Aufgaben werde bis auf weiteres Vorstandschef Michael Kölmel übernehmen. In den nächsten Wochen will Kinowelt ein Restrukturierungskonzept vorstellen.

Kinowelt hatte Anfang Mai angesichts tiefroter Zahlen im ersten Quartal die Prognose für das Gesamtjahr gesenkt. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) werde 2001 voraussichtlich unter dem Vorjahreswert liegen. Noch im April hatte Kinowelt eine Verdoppelung des Ebit auf etwa 56 Millionen Euro angekündigt. In den ersten drei Monaten fiel vor allem wegen Sonderfaktoren vor Steuern und Zinsen ein Verlust von 30,3 Millionen Euro an.

Nach Spekulationen in Münchner Branchenkreisen ist Kinowelt derzeit auf der Suche nach einem Investor, der frisches Kapital mitbringt. Das Unternehmen habe sich bereits an verschiedene Medienkonzerne gewandt.

Unzeitig war seit Gründung der Kinowelt Medien AG im Oktober 1997 für die Finanzen zuständig. "Der Aufsichtsrat wird im Zusammenhang mit dem derzeitigen Restrukturierungsprozess der Gruppe das Führungsmanagement der Kinowelt Medien AG neu ausrichten", sagte nun Aufsichtsratschef Peter Bach. Unzeitig bleibt offiziell Berater des Unternehmens.

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