Manager gibt Hinweis auf saudischen Scheich
Neue Spur aus Deutschland zu bin Ladens Geldquellen

Deutsche und amerikanische Ermittler verfolgen eine neue Spur aus Deutschland zu den Geldquellen von Osama bin Ladens Terrororganisation El Kaida. Ein Sprecher des Bundeskriminalamts in Wiesbaden bestätigte am Mittwoch, dass Hinweisen eines deutschen Geschäftsmanns auf einen saudischen Scheich nachgegangen werde und Ermittlungen liefen. Der Hinweisgeber sei im Oktober vernommen worden.

ap HAMBURG/WIESBADEN. Der "Stern" und der Südwestrundfunk hatten berichtet, dass sich der saudische Millionär E. nach Aussage des deutschen Managers 1993 bei ihm über Raketen sowie über biologische und chemische Kampfstoffe erkundigt habe. Die Waffen seien für arabische Freunde gedacht, die in Verbindung zu bin Laden stünden, soll E. damals dem deutschen Geschäftsmann gesagt haben. Er wolle die Finanzierung übernehmen.

Der Geschäftsmann habe bestätigt, auf Vermittlung des saudischen Botschafters in Deutschland sich mehrere Male mit E. getroffen zu haben, unter anderem in London und Marbella. Dabei habe er dem Scheich nur Unterlagen über russische Raketensysteme und Möglichkeiten ihrer Beschaffung übergeben. Wie der Sender und das Magazin weiter berichteten, will die US-Bundespolizei FBI nun klären, ob und wie E., dem sehr gute Verbindungen ins saudische Königshaus nachgesagt werden, bin Ladens Kampf mitfinanziert hat. Die Sonderkommission "USA" des BKA sei dabei um Amtshilfe gebeten worden.

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