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Manager sehen in Überschuldung Existenzgefährdung

Köln (dpa) - Ein Großteil der Manager im deutschen Profi-Fußball sieht wegen negativer Entwicklungen das Überleben der Clubs gefährdet.

Köln (dpa) - Ein Großteil der Manager im deutschen Profi-Fußball sieht wegen negativer Entwicklungen das Überleben der Clubs gefährdet.

«80 Prozent der von uns befragten Vereinsvertreter sehen in der Überschuldung eine Existenzgefährdung», sagte beim 16. «medienforum.nrw» in Köln Stefan Pfeiffer, Experte des Wirtschaftsprüfunternehmens Ernst & Young. Zu diesem Ergebnis kommt Pfeiffer nach einer Studie, an der sich 24 von 36 Verantwortlichen der deutschen Erst- und Zweitligisten beteiligten.

Trotz der Zukunftsängste seien 54 Prozent der Befragten auch optimistisch «und erwarten schon in der Saison 2004/2005 eine positive Entwicklung», sagte Pfeiffer. In den Mittelpunkt der Management-Tätigkeit rücke immer mehr das Thema, weitere Finanzierungsmöglichkeiten zu erschließen.

Dem Beispiel des Börsengangs von Borussia Dortmund will dabei momentan kein Vereinsvertreter folgen: Die Wichtigkeit eines solchen Schritts wurde von den Befragten mit null Prozent eingestuft. Auch eine Einführung von Obergrenzen bei den Gehältern der Profis spiele eine eher untergeordnete Rolle. Dies wurde von lediglich 13 Prozent der Manager als wichtig erachtet.

In den kommenden Jahren erwartet der Experte bei leicht steigenden Einnahmen und sinkenden Ausgaben nur für die großen Clubs wie Bayern München eine sich entspannende Gesamt-Finanzsituation. «Für die kleinen und finanzschwachen Vereine wird es aber immer enger», sagte Pfeiffer. Den weniger bedeutenden Clubs seien bei neuen Finanzierungsmöglichkeiten wegen der hohen Kosten und der damit verbundenen Einschränkungen «nahezu die Hände gebunden».

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