Managmentposten aufgegeben
Rigas-Familie gibt Adelphia auf

Die Rigas-Familie gibt die Kontrolle des schwer angeschlagenen amerikanischen Kabelfernseh Adelphia Communications Corp. -Unternehmens auf. Gleichzeitig übergibt die Rigas-Familie Vermögenswerte von mehr als einer Milliarde Dollar (1,1 Milliarde Euro) an Adelphia.

dpa COUDERSPORT. Dies teilte ein Spezialausschuss der unabhängigen Verwaltungsratsmitglieder der Gesellschaft am Donnerstag mit. Adelphia beziffert seine Bürgschafts-Verpflichtungen für die von der Rigas-Familie aufgenommenen Kredite auf 2,5 Milliarden Dollar. Die Rigas hatten sich insgesamt 3,1 Milliarden Dollar beschafft.

Es laufen in New York und Pennsylvania Untersuchungen gegen Adelphia. Die amerikanische Wertpapier- und Börsenkommission SEC hat die Gesellschaft ebenfalls unter die Lupe genommen.

Der Handel in Adelphia-Aktien war nach mehrtägiger Unterbrechung am Donnerstag wieder aufgenommen worden. Die Aktien stürzten an der NASDAQ-Börse weiter um 54 Prozent auf 2,62 Dollar ab. Der Aktienkurs hatte in den vergangenen zwölf Monaten zeitweise 42,77 Dollar erreicht.

Firmengründer John J. Rigas, der vor wenigen Tagen bereits seinen Posten als Konzernchef niedergelegt hatte, ist auch aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden. Seine Söhne Michael, James und Timothy scheiden ebenfalls aus dem Aufsichtsgremium aus. Michael und James Rigas haben auch ihre Managmentposten aufgegeben.

Die Rigas-Familie hält nur 20 Prozent der Adelphia-Aktien, doch besitzt sie 60 Prozent der stimmberechtigten Aktien. Sie hatte damit die Kontrolle der Gesellschaft. Die Aktien werden als Sicherheit in Treuhandverwaltung gegeben bis ihre Schulden bezahlt sind.

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