Manchmal bleibt nur der Gang vors Gericht
Depotverlagerung kann Anleger teuer zu stehen kommen

ap DÜSSELDORF. Die Verlagerung eines Wertpapier-Depots zu einem anderem Kreditinstitut kann den Anleger teuer zu stehen kommen. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen weist darauf hin, dass Banken und Sparkassen vielfach Entgelte von über 30 Mark je Posten forderten. Nach Einschätzung der Verbraucherschützer sind solche Forderungen sittenwidrig überteuert, weil zwischen Preis und Arbeitsaufwand ein deutliches Missverhältnis liege.

Eine Reihe von Banken reduziere das Entgelt, wenn der Kunde die Zahlung hartnäckig verweigere. Andernfalls bliebe dem Anleger nur noch der Gang vors Gericht, den er allerdings nur mit einer Rechtsschutzversicherung beschreiten sollte, mahnten die Verbraucherschützer.

Sie weisen ferner darauf hin, dass Banken und Sparkassen Entgelte für so genannte vorhersehbare Tätigkeiten, zu denen die Verbraucherzentrale auch die Depotübertragung zählt, grundsätzlich mit ihren Kunden vereinbaren müssen. Die Preisauszeichnungs-Verordnung schreibe den Instituten vor, diese Gebühren in ihren Preisverzeichnissen zu führen. Fehle der Hinweis auf die Depotübertragung, sollten die Kunden die Zahlung ablehnen, raten die Experten.

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