Mangel an kritischer Masse und niedrige Profitabilität
Studie: Generali übernimmt die Commerzbank

Die Analysten des Privatbankhauses Sal. Oppenheim erwarten in den kommenden sechs bis neun Monaten eine Übernahme der Commerzbank. "Wir sehen Generali als wahrscheinlichsten Bieter für die Commerzbank", heißt es in der aktuellen Studie. Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller müsse aktiv einen Partner suchen, damit eine feindliche Übernahme verhindert wird, so die Analysten weiter.

po FRANKFURT/M. Im Falle eines Angebots durch den italienischen Versicherungskonzern erwartet Sal. Oppenheim ein Aufwärtspotenzial von 19 % für die Commerzbank-Aktie. Der faire Wert für das Papier liege dann bei 32 Euro.

Generali müsste nach Ansicht Sal. Oppenheims das 1,4fache des Buchwertes 2000, das 1,3fache des Substanzwertes 2000 und das 28,8fache der Erträge im Jahr 2001 bieten, um die Commerzbank fair übernehmen zu können. Zum Vergleich: Die Allianz hat beim Zusammenschluss mit der Dresdner Bank das 2,2fache des Buch- und das 1,3fache des Substanzwertes bezahlt.

Die weitere Selbständigkeit halten die Analysten für nicht möglich. Die Commerzbank sei einfach zu klein und habe nicht die kritische Masse. Hinzu komme ein überproportionaler Anteil des Deutschland-Geschäftes sowie eine geringe Profitabilität. Hier werde auch die Zukunft keine Besserung bringen. Die Experten erwarten für die viertgrößte deutsche Bank eine Eigenkapitalrendite von 6,5 % im Jahr 2003. Damit liegt die Frankfurter Großbank weit unter dem prognostizierten deutschen und europäischen Durchschnitt von 8 % respektive 14 %. Somit fehle der Commerzbank die Möglichkeit, die ohnehin knappe Kapitalbasis zu stärken.

Die schlechten Ergebnisse im ersten Halbjahr setzen Müller zusätzlich unter Druck. Das Vorsteuerergebnis fiel im ersten Quartal um 48 % und im zweiten um 86 %.

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