Mangelhafte Sicherheitsstandards
Indisches Kampfflugzeug stürzt in Häuser

Beim Absturz eines Kampfflugzeugs in eine Reihe von Häusern sind im Norden Indiens am Freitag nach Behördenangaben mindestens fünf Menschen getötet zwei Dutzend verletzt worden.

Reuters CHANDIGARH. Die Maschine des russischen Typs MiG-23 stürzte den Angaben zufolge während eines Übungsfluges in drei Häuser des Dorfes Mullanpua im Bundesstaat Punjab. Das Kampfflugzeug verfehlte dabei knapp eine Schule. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten. Die Absturzursache war zunächst unklar.

Ein Behördensprecher sagte, unter den Trümmern der Häuser würden weitere Tote vermutet. Mehrere der Verletzten hätten schwere Brand- oder Kopfverletzungen. Rettungsmannschaften wollten versuchen, mit einem Kran das Wrack der MiG aus den Trümmern zu ziehen. Feuerwehrleute benötigten zwei Stunden, um den bei dem Absturz entfachten Brand zu löschen.

Es war bereits das dritte Mal seit Mitte vergangenen Jahres, dass ein indisches Kampfflugzeug in ein Wohngebiet stürzte. Bei zwei vorherigen Unglücken kamen insgesamt elf Menschen ums Leben. Indien verfügt über die viertgrößte Luftwaffe der Welt.

Die Sicherheitsstandards der Truppe sind zuletzt immer wieder als mangelhaft kritisiert worden. Nach Angaben aus Militärkreisen hat die indische Luftwaffe durch Unfälle in den vergangenen zehn Jahren mindestens 170 MiG-Kampfflugzeuge verloren. Die MiG-Staffeln bilden das Rückgrat der indische Luftwaffe.

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