Archiv
Mangelnde Dynamik

Die Wall Street dürfte auch am Dienstag an mangelnder Dynamik leiden. Gemessen an den S&P Futures sollte der Aktienmarkt mit einem geringen Minus in den Tag starten.

Neben der morgen anstehenden Analystenkonferenz bei Hewlett-Packard wirft auch das Investorentreffen von Intel an diesem Donnerstag Schatten auf den Tagesverlauf. Nach der Umsatzwarnung von Cypress Semiconductor gestern hat der Chiphersteller Xilinx seine bisherigen Prognosen bestätigt. Das Management von Xilinx geht weiterhin davon aus, dass der Umsatz im laufenden Quartal rund 15 bis 25 Prozent unter dem Vorjahresquartal liegen wird. Die Geschwindigkeit und das Ausmaß der Auftragsstornierungen habe im Mai nachgelassen. Die Analysten der Credit Suisse First Boston (CSFB) empfehlen den Wert zum Kauf.

Ebenfalls in den Schlagzeilen stehen die Aktien von Hewlett-Packard. Das Brokerhaus Merrill Lynch befürchtet, dass die Gewinnprognosen für das Fiskaljahr 2001 und 2002 zu hoch sein könnten. Die Stückzahlverkäufe von Druckern sind in den vergangenen drei Quartalen enttäuschend ausgefallen. Ein Trend, der bis ins Weihnachtsgeschäft anhalten könnte.

Auf der Sonnenseite dürfte heute der Dow Jones-Wert Boeing stehen. Der Flugzeughersteller konnte einen Großauftrag der US-Air Force an Land ziehen.

Wie bereits in den vergangenen Tagen sollten auch Biotech-Werte zu den Stars gehören. Zahlreiche Kaufempfehlung dürften den Sektor weiter in den Himmel heben. Die Analysten der UBS Warburg raten Investoren vor Börseneröffnung Abbott Labs zu verkaufen um bei Johnson & Johnson einzusteigen.

Auch wenn die kommenden Wochen an der Wall Street durch manche Ertragswarnung überschattet werden dürfte, bleibt die Analystenwelt entspannt. Sowohl Merrill Lynch als auch Prudential Securities bezeichnen die jüngste Korrektur als einen gesunden Vorgang, der schon demnächst beendet sein sollte. Beide Brokerhäuser gehen davon aus, dass eine zweite Erholungswelle an der Wall Street bevorsteht. Laut Merrill Lynch könnte die Erholung bis in die Sommermonate andauern.

Das Umfeld an diesem Dienstag dürfte durch zahlreiche Analystenkommentare, aber auch durch Wirtschaftsdaten beeinflusst werden. Bereits vor Börseneröffnung wurden die Daten zur Produktivität im ersten Quartal unerwartet stark nach unten revidiert. Während Analysten mit einem Rückgang um 0,8 Prozent rechneten, ergab sich für die Produktivität tatsächlich ein Minus von 1,2 Prozent. Damit lagen die Lohnstückkosten im abgelaufenen Quartal bei 6,3 Prozent. Um 16 Uhr werden die Industrieaufträge für den April gemeldet, die um 2,8 Prozent gefallen sein sollen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%