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Manic Monday

An den New Yorker Börsen herrschte Ausverkaufsstimmung. Betroffen waren fast alle Sektoren. Der Nasdaq Index fiel zum ersten Mal seit Dezember 1998 unter die psychologisch wichtige 2000 Punkte Marke. Er verlor 6,3 Prozent und schloss bei 1.923 Punkten. An der Wall Street griffen den gesamten Tag Handelsbeschränken. Trotzdem verlor der Dow Jones 441 Punkte und damit 4,1 Prozent. Er schloss auf 10.210 Punkten. Doch zu Panikverkäufen kam es Marktbeobachtern zufolge nicht.

Es gab keine Branche, die profitieren konnte. Sogar Pharma-Aktien wurden vermieden. Oftmals flüchteten Investoren in der Vergangenheit in defensive Aktie, wenn sie Wachstumswerte verkaufen. Doch am Montag gab es auch dort keine Gewinner. Marktbeobachtern zufolge ziehen Anleger ihr Geld jetzt aus dem Aktienmarkt ab und investieren es in Anleihen. Im Dow Jones Index verzeichneten nur SBC Communications und Procter & Gamble Kursgewinne. Im Nasdaq 100 Index waren es Brocade Communications und Compuware. Das Schwergewicht General Electric und der Übernahmepartner Honeywell verloren fast zehn Prozent an Marktkapitalisierung.



Verantwortlich machen Marktbeobachter vor allem schlechte Nachrichten von Cisco und Intel. Cisco, der größte Netzwerkausstatter hatte am Freitag einen drastischen Arbeitsplatzabbau bekannt gegeben. Zudem sagte das Management, es ist noch nicht abzusehen, bis wann sich die Geschäftslage wieder verbessert. Das Unternehmen verlor fast neun Prozent an Marktwert. Aber auch Intels Gewinnwarnung vom Donnerstag hinterließ Furcht vor einer zu starken Abkühlung der Konjunktur.



Microsoft

schloss als größter Verlierer des Nasdaq Indexes. Noch nicht einmal die von Analysten begrüßte Kooperation mit dem Internetauktionshaus Ebay verhalf dem Softwareriesen zu Kursgewinnen.



Ericsson

zog den Telekommunikationsbereich in den Keller. Der schwedische Kommunikationsausrüster wird voraussichtlich die Gewinn- und Umsatzerwartungen verfehlen. Nach Bekanntgabe der Meldung verlor Ericsson an der Nasdaq über 20 Prozent. Auch die Konkurrenten Motorola und Nokia büßten deutlich an Wert ein.



Lediglich der Börsenneuling Siemens konnte sich zufriedenstellend schlagen. Das deutsche Unternehmen notiert seit Wochenauftakt an der Wall Street. Zum Ausgabepreis von 112,25 Dollar ist die Aktie an der New York Stock Exchange gestartet. Die amerikanische Börsennotierung soll Siemens Akquisitionen in den USA ermöglichen.

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