Manipulation ausgeschlossen
Stimmen bei Olympia-Wahl verschwunden

Wie kommt es, dass insgesamt sieben Stimmen bei der Wahl der Olympia-Stadt für die Winterspiele 2010 einfach verschwunden sind? Das versuchten am Donnerstag in Prag besonders die Koreaner aus Pyeungchang zu erforschen.

HB/dpa PRAG. Von 111 für den ersten Wahlgang zugelassenen elektronischen Boxen wurden nur 107 bedient. Dennoch registrierte das IOC keine Stimmenthaltung. Im zweiten Durchgang, als über drei von 112 Boxen Wahlsignale ausblieben, gingen ebenfalls möglicherweise entscheidende Stimmen verloren. Sie hätten, bei einem Endstand von 56:53 für Vancouver, den Sieg für Pyeongchang bringen können.

Was da passiert sein könne, wisse er nicht, sagt Thomas Bach. Als Vorsitzender der Juristischen Kommission hat der Wirtschaftsanwalt aus Tauberbischofsheim im IOC die Oberaufsicht über Wahlen. Manipulationen oder ein technisches Versagen schließt er jedoch aus. Elektronisches Wählen gibt es seit dem Jahr 2000 in der Vollversammlung.

Die zum Teil sehr betagten olympischen Damen und Herren mussten eine ganze Reihe von Proben über sich ergehen lassen, ehe der Fortschritt auch im IOC Einzug halten konnte. Doch mancher Olympier sehnt sich noch immer nach dem technisch einfacheren Verfahren zurück, sein Votum per Kreuzchen abzugeben. So gibt es zur Prager Wahl nur eine Gewissheit: Zwei der insgesamt sieben fehlenden Stimmen gehen auf das Konto der britischen Prinzessin Anne. Ihre Königliche Hoheit stimmt im IOC nie mit ab.

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