Manipulations-Verdadcht geäußert
Trittin: Lkw-Hersteller unterlaufen Grenzwerte

Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) wirft den Herstellern schwerer Lkw vor, durch Manipulation der Motoren die Grenzwerte für giftiges Stickoxid gezielt zu unterlaufen.

HB/dpa BERLIN. Die Industrie habe "offenbar mit Hilfe moderner elektronischer Motorregelung die Messvorschriften der Euro-II-Norm systematisch umgangen", kritisierte das Ministerium am Donnerstag. Dadurch hielten Euro-II-Lkw zwar im vorgeschriebenen Test die Grenzwerte ein, nicht aber im Praxisbetrieb auf der Straße.

Im Vergleich zur Euro-I-Norm stoßen die neueren Lkw-Motoren nach einer Untersuchung des Umweltbundesamtes nicht wie vorgeschrieben ein Viertel weniger, sondern bis zu 30 % mehr Stickoxid aus. Dabei werden für die Lastwagen, die die Euro-II-Norm erfüllen, deutlich weniger Steuern fällig. 60 % der Lkw-Fahrleistung auf deutschen Straßen wird von den nun in die Kritik geratenen Motoren erbracht.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hatte ein mit dem Ministerium für vergangenen Freitag geplantes Treffen kurzfristig abgesagt. In einem der dpa vorliegenden Brief wirft Trittin dem Verband nun einen "Vertrauensschaden" vor. "Die Bevölkerung ist davon ausgegangen, dass sich mit der Einführung von Euro-II-Fahrzeugen das Emissionsverhalten verbessert", heißt es in dem Schreiben. "Das ist leider nicht eingetreten."

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