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Mannheimer-Chef aus Vorstand ausgeschieden

Der Vorstandschef der angeschlagenen Mannheimer AG Holding Hans Schreiber ist aus dem Vorstand ausgeschieden. Schreiber habe seinen Rücktritt mit Wirkung zum 13. Juni 2003 erklärt, teilte der defizitäre Versicherer am Freitag in einer Pflichtveröffentlichung mit. In Branchenkreisen hatte es zuvor mehrfach geheißen, Schreiber stehe vor der Ablösung.

Reuters FRANKFURT. Lothar Stöckbauer sei nun zum Sprecher des Vorstandes der Mannheimer AG Holding ernannt worden. Stöckbauer war bislang Mitglied des Holding-Vorstands.

Die im SDax gelistete Mannheimer ist wegen umfangreicher Abschreibungen auf ihre Aktienanlagen in eine Schieflage geraten und kämpft mit stillen Lasten von rund 230 Millionen Euro. Das Unternehmen braucht früheren Angaben zufolge etwa 300 Millionen Euro frisches Kapital, wenn es seine Aktienbestände auf den derzeitigen Marktwert abschreibt.

Der Mannheimer-Konzern hatte 2002 einen Verlust von 50 Millionen Euro verbucht und in den ersten drei Monaten dieses Jahres sogar ein Minus von knapp 64 Millionen Euro nach Steuern in den Büchern stehen. Für die geplante Kapitalerhöhung wurde die Hauptversammlung von Ende Juni auf August verschoben.

Schreiber hatte am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, er erwarte noch vor Ende Juni eine Entscheidung von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht über die vorgeschlagenen Kapitalschritte und damit zur Zukunft des Versicherers. Er hoffe weiter auf eine Rettung des Unternehmens.

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