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„Manu“-Geschenk für Ferguson - Kiew siegt

Bei Alex Fergusons 1 000. Spiel als Trainer von Manchester United hatten die Spieler mit dem 2:1 gegen Olympique Lyon den Einzug in das Achtelfinale der Fußball-Champions-League perfekt gemacht.

dpa HAMBURG. Bei Alex Fergusons 1 000. Spiel als Trainer von Manchester United hatten die Spieler mit dem 2:1 gegen Olympique Lyon den Einzug in das Achtelfinale der Fußball-Champions-League perfekt gemacht.

Das passende Geschenk seiner Mannschaft zu seinem außergewöhnlichen Jubiläum rührte Sir Alex nicht nur sichtlich, sondern sorgte auch für Erleichterung bei dem Coach. "Es war ein fantastischer Abend für mich. Den ganzen Tag war ich etwas nervös. Ich dachte, es könnte alles schief gehen", meinte der 62-Jährige. "Aber die Fans waren fantastisch, und ich bin so stolz auf meine Spieler, die sich genau richtig präsentiert haben."

Außer "Manu" schaffte auch der FC Bayern München durch das 5:1 gegen Maccabi Tel Aviv den Einzug in die K.o.-Runde, die zuvor schon Juventus Turin, Manchester-Gegner Lyon, Inter Mailand und der FC Chelsea erreicht hatten.

Ein besonderer Dank von Ferguson ging an Ruud van Nistelrooy, der mit seinem achten Champions-League-Tor der Saison in der 53. Minute den Sieg gegen die in der Gruppe D bislang ungeschlagenen Franzosen gerettet hatte. "Er ist unglaublich", sagte der Schotte Ferguson über seine "Torfabrik". Der letzte Spieltag in der Gruppe D ist dank van Nistelrooy ohne Bedeutung. Denn der von Christoph Daum trainierte türkische Meister Fenerbahce Istanbul sicherte sich durch das 1:0 bei Sparta Prag wenigstens die Uefa-Pokal-Teilnahme.

Während Manchester jubeln durfte, herrschte Wut und Frust beim FC Liverpool nach dem 0:1 beim AS Monaco. "Die ganze Welt konnte das Handspiel sehen", erregte sich Trainer Rafael Benitez wegen des entscheidenden Treffers durch Javier Saviola (55.). "Der Linienrichter hat das gesehen, und auch der Schiedsrichter sagte zu meinen Spielern: 'Ich habe das Handspiel gesehen!' Dann hat er gelacht. Ich weiß nicht, warum." Durch die Niederlage verpasste das Team um den deutschen Nationalspieler Dietmar Hamann vorerst den Sprung in die Runde der letzten 16 und muss in der Gruppe A im letzten Vorrundenspiel am 8. Dezember gegen den Tabellenersten Olympiakos Piräus (1:0 gegen Deportivo La Coruna) unbedingt gewinnen.

Die politischen Turbulenzen nach den Präsidentschafts-Wahlen in der Ukraine waren auch im Spiel der Leverkusen-Gruppe B zwischen Dynamo Kiew und dem AS Rom spürbar. Mit einem massiven Einsatz sorgte die Polizei für eine politisch genehme Farbgebung. Während die Demonstranten für Oppositionsführer Viktor Juschtschenko die Hauptstadt in ein Meer von Orange tauchten, wurde den Fans beim Einlass ins Stadion jeder noch so kleine orangefarbene Stoffzipfel abgenommen. Dagegen durften Anhänger, die blau-weiße Schals trugen, passieren: Die Clubfarben von Dynamo Kiew sind die gleichen wie die Wahlkampffarben von Ministerpräsident Viktor Janukowitsch. Vereinschef Grigori Surkis gilt als Unterstützer von Janukowitsch.

Immer wieder waren während des Spiels "Juschtschenko"-Sprechchöre zu hören. Großer Jubel kam auf, als der weiße Ball auf dem verschneitem Grund durch einen orangenen ersetzt wurde. Danach fielen die Treffer durch den Römer Traianos Dellas (73.), der ins eigene Tor traf, und Maxim Schatskitsch (82.). Dynamo (10 Punkte) setzte sich mit dem Erfolg an die Tabellenspitze, kann sich aber noch nicht sicher fühlen. In Leverkusen (8) kommt es nach dem 1:1 des Bundesligisten bei Real Madrid zum "Endspiel".

Auf europäischer Bühne behielt Juventus Turin durch das 1:0 gegen Ajax Amsterdam dank eines Tores von Marcelo Zalayeta (15.) seine weiße Weste. Mit dem fünften Erfolg im fünften Spiel sicherte sich Juve vorzeitig den Sieg in der Gruppe C vor Bayern München. "Die Mannschaft hat nach der Niederlage im italienischen Pokal gegen Bergamo die richtige Antwort gegeben. Und das gegen so einen Gegner", meinte Juve-Trainer Fabio Capello.

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