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Maoisten in Nepal töten 130 Polizisten

Militante Maoisten haben im Westen Nepals zwei Polizeistationen überfallen und bis zu 130 Polizisten getötet. Auch mehrere Dutzend Maoisten sollen bei den Kämpfen ums Leben gekommen sein. Das ging am Freitag aus Medienberichten und Regierungsangaben hervor.

dpa KATHMANDU. Die Maoisten überfielen in der Nacht zum Freitag die Polizei im Distrikt Dang 325 Kilometer westlich der Hauptstadt Kathmandu. Es war der schwerste Angriff der Maoisten seit zwei Monaten. Außerdem hätten die Maoisten eine Bank ausgeraubt, hieß es.

Die Maoisten kämpfen seit 1996 für die Abschaffung der Monarchie und für mehr Entwicklung in den armen ländlichen Regionen des Himalaya-Königreichs Nepal. Dabei kamen mehr als 3500 Menschen ums Leben. Die Regierung verhängte im November vergangenen Jahres den Ausnahmezustand. Zuletzt hatten die Maoisten im Februar bei einem großen Angriff 150 Polizisten und Soldaten getötet.

Beim jüngsten Überfall in der Nacht zum Freitag wurden nach Angaben der Online-Ausgabe der Zeitung "Kantipur" 120 bewaffnete Polizisten getötet. Nach unbestätigten Berichte sollen auch zehn zivile Polizeibeamte und mehrere Dutzend Maoisten ums Leben gekommen sein. Das Innenministerium sprach lediglich von "vielen" getöteten Polizisten.

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