Marchionne geht als CEO
Lonza steigert Gewinn

Der Spezialchemiekonzern Lonza hat im Jahr 2001 den Konzerngewinn um 30 % auf 402 (Vorjahr 309) Mill. sfr gesteigert.

rtr BASEL. Der Nettoumsatz aus weitergeführten Aktivitäten stieg um 9,7 % auf 1868 (1703) Mill. sfr, teilte Lonza am Mittwoch weiter mit. Das Betriebsergebnis vor Amortisationen und Abschreibungen (Ebitda) aus weitergeführten aktivitäten stieg auf 480 (443) Mill. sfr und der Betriebsgewinn (Ebit) der weitergeführten Aktivitäten verbesserte sich auf 357 (327) Mill. sfr. Die Betriebsmarge betrug 19,1 (19,2) Prozent.

Unter Einschluss des Betriebsergebnisses nicht weitergeführter Aktivitäten betrug das Betriebsergebnis der Gruppe 446 (411) Mill. sfr.

Die Gruppe erzielte einen Cash Flow von 611 (503) Mill. sfr.

Die Dividende soll auf 19 (15) sfr je Aktie erhöht werden. Es ist zugleich ein Aktiensplitt von 10:1 geplant.

Für den Verkauf des Bereichs polymere Zwischenprodukte sei mit PPM Ventures (Prudential plc) eine Grundatzvereinbarung getroffen worden. Der Preis betrage 5,8 mal den historischen Ebitda-Wert. Die Transaktion solle in den nächsten Wochen abgeschlossen werden.

Die Einnahmen aus den Verkäufen der Bereiche Polymere und Energie sollten die früher genannte Marke einer Milliarde sfr übertreffen.

Lonza hatte im vergangenen Jahr entschieden, sich auf den Bereich Life Science zu konzentrieren. Der Bereich polymere Zwischenprodukte und das Energiegeschäft sollten für mehr als eine Milliarde sfr veräussern werden, hiess es damals. Das Energiegeschäft wurde im Dezember für 484 Mill. sfr an die Energie Baden-Württemberg (EnBW) abgegeben.

Von Reuters befragte Analysten hatten für Lonza im Schnitt einen Reingewinn 2001 von 310 Mill. sfr erwartet. Die Schätzungen schwanken dabei zwischen 318 und 296 Mill. sfr.

Für das Jahr 2002 erwartet Lonza eine Steigerung des operativen Gewinnes. Aus dem Verkauf des Bereichs Polymere werde ein ausserordentlicher Gewinn erwartet.

Lonza will laut früheren Aussagen von Konzernchef Sergio Marchionne bis zum Jahr 2003 den Gewinn je Aktie um jährlich durchschnittlich 15 % steigern. Der Umsatz soll 2003 bei 2,3 Mrd. sfr liegen und die Margen bei Betriebsergebnis (EBIT) und EBITDA bei 22 beziehungsweise 29 %.

Lonza hatte Ende August ein zweites Aktienrückkauf-Programm gestartet. Das Unternehmen will bis zu zehn Prozent des Aktienkapitals erwerben und das Kapital herabsetzen.

Konzernchef Sergio Marchionne verlässt das Unternehmen; er bleibt aber im Verwaltungsrat. Er wird Chef der Warenprüfgesellschaft SGS Surveillance.

Nachfolger von Marchionne wird Markus Gemünd, der seit 1988 in der Gruppe arbeitet.

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