Marken verlieren an Bedeutung – Gesucht wird Identität
Der konsumüberdrüssige Verbraucher verweigert sich

Der Konsument verweigert sich den gelernten Marketing-Rezepturen. Marken sind nicht mehr wichtig, es zählt mehr die eigene Individualität und das Geld wird vermehrt für die eigenen vier Wände ausgegeben.

HAMBURG. "In der Ära von Ebay und Aldi sind ausnahmslos alle Branchen einem verschärften Innovations- und Wandlungsdruck ausgesetzt", schreibt Eike Wenzel von Zukunftsforschungsinstitut im Branchenmonitor 2004 des Instituts. In einer Phase des dramatischen Konsumüberdrusses zeige sich der Konsument bockig und verweigere sich den gelernten Marketing-Rezepturen.

Es beginne, so Wenzel, eine neue Runde der hybriden Geschäftsmodelle und der Branchenfusionen. "Adidas wird Mode, Puma auch." Aus Urlaubmachen werde transtouristisches Wohlfühlen. Um das Zuhause wachse eine völlig neue Mikroindustrie auf.

Die Deutschen investierten nämlich vehement in ihr Leben zwischen den eigenen vier Wänden. Dies habe nicht nur ökonomische, sondern vor allem emotionale Gründe. Das eigene Heim ließe sich in der bestehenden Risikogesellschaft am besten kontrollieren und gestalten. Dem Mobilitätsschub der späten 90er Jahren von Handy bis zur doppelten Haushaltsführung folge jetzt ein Zeitabschnitt der Re-Lokation im Privaten. Wenzel: "Deswegen werden die nächsten Jahre geprägt sein von starken Investitionen in unsere (selbst-)gebaute Innenwelt."

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