"Market Outperformer"
Goldman Sachs sieht Amazon vor der Wende

Die Analysten von Goldman Sachs erwarten eine Wende bei der Kursentwicklung der Aktie von Amazon.com. Sie gehen davon aus, dass sich die Unternehmensergebnisse bereits auf kurze Sicht verbessern werden.

dpa-afx NEW YORK. Die bessere Vorhersehbarkeit der Geschäftsentwicklung werde sich im Verbund mit den kürzeren Lagerumschlagszeiten positiv auf den Kurs auswirken, teilte die Investmentbank am Freitag in New York mit. Die Anlageempfehlung "Market Outperformer" werde beibehalten.

Demnach geht die Bank davon aus, dass sich der Wert um mindestens 5% besser entwickeln wird als der NASDAQ-Index. Das Unternehmen trete jetzt in Quartale ein, in denen es nicht mehr so schwer sei, die Geschäftsergebnisse aus dem Vorjahr zu übertreffen wie zum Jahresanfang, hieß es. Beim Wachstum sei die Talsohle mithin durchschritten. Zudem verbessere der Online-Versandhändler kontinuierlich seine betrieblichen Prozesse und schließe neue Partnerschaften. Dies habe im Verbund mit der Steigerung der Bruttomarge im ersten Quartal die Besorgnis der Analysten um die Rentabilität des Unternehmens vermindert.

Deckungsbeitrag pro Bestellung soll steigen

Um zu verstehen, wie attraktiv das Geschäft von Amazon.com sein könnte, müsse man sich die Verbesserung beim Deckungsbeitrag pro Bestellung vor Augen führen, schrieben die Analysten. Im ersten Quartal habe dieser bei 3,27 $ gelegen. Das bedeute, dass Amazon 29,5 Mill. Bestellungen benötigt hätte, um die Fixkosten zu decken und die Rentabilität zu erreichen.

Für das vierte Quartal erwarten die Analysten angesichts steigender Bestellwerte und sinkender Bearbeitungskosten einen Deckungsbeitrag von 4,74 $ pro Bestellung. Das Unternehmen könnte nach ihrer Schätzung bei einer etwas höheren Fixkostenbasis bereits ab 20,6 Mill. Bestellungen profitabel arbeiten. Das sollte für mehr Rentabilität sorgen als für ein positives Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) erforderlich sei, hieß es.

Einschränkend vermerkten die Experten, dass ihren Prognosen ein jährliches durchschnittliches Wachstum des E-Commerce von 40% über die kommenden fünf Jahre zu Grunde liege. Zudem müsse das Unternehmen auch weiterhin zumindest eine Ergebnismarge von 5% erreichen. "Wir glauben weiterhin, dass die beiden Bedingungen erfüllt werden können", schrieben sie abschließend.

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