Marketingstudie des Leasingverbandes betont Service-Bedeutung
Fuhrpark-Outsourcing: Auf die Flexibilität kommt es an

Die jüngste Marketingstudie des Bundesverbandes Deutscher Leasingunternehmen e.V. (BDL) zeigt es deutlich: Der Trend zum Leasing von Firmenflotten ist ungebrochen. Waren vor zehn Jahren noch etwa 50 Prozent der gewerblich genutzten Kraftfahrzeuge geleast, so ist der Anteil der Leasingfahrzeuge heute auf 65 Prozent gestiegen.

Gründe dafür gibt es genug: KFZ-Leasing gilt als eine Finanzierungsalternative, die die Liquidität schont, die sich bilanzneutral darstellt und die Bankkreditlinien nicht angreift. Darüber hinaus bieten Leasinggesellschaften oft viel mehr als die reine Finanzierung der Fahrzeuge.

Das gesamte Full-Service-Paket von der Fuhrparkverwaltung über die einzelnen Services am Auto bis hin zur Übernahme des Vermarktungsrisikos des Fahrzeugs nach Beendigung des Leasingvertrags kann die Verwaltungs- und Prozesskosten des Fuhrparkbetreibers stark reduzieren.

Um Geld zu sparen, treffen immer mehr Unternehmensmanager die Entscheidung, den gesamten Fuhrpark eines Unternehmens auszulagern. Laut BDL gehen Fuhrparkleiter beim Outsourcing ihrer Fuhrparkverwaltung an einen Full-Service-Dienstleister immer professioneller vor. 80 Prozent der 755 befragten Leasingnehmer erkennen und analysieren die Unterschiede zwischen den Angeboten von Leasinggesellschaften sehr genau. Von 30 Prozent der Befragten Unternehmen wird die Vertragsgestaltung mit Schwerpunkt auf das Vertragsende als sehr unterschiedlich bei verschiedenen Anbietern gewertet.

Gerade das Produkt Full-Service- Leasing für PKW gewinnt an Bedeutung. Es beinhaltet neben der Finanzierung auch die gesamte Abwicklung der Serviceleistungen rund um den PKW. Inspektionen, Schadenmanagement, Kraftstoffmanagement gehören ebenso dazu wie ein professionelles Reporting und am Ende die Übernahme des Vermarktungsrisikos durch den Leasinganbieter. Größten Zugang findet es in Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten, in denen der Outsourcing-Gedanke bereits etabliert ist. Dennoch gilt Full-Service-Leasing als sehr teuer und im Preis-Leistungs-Verhältnis als intransparent.

Die Studie des BDL kommt zu dem Schluss, dass die Frage der Vertragsgestaltung hinsichtlich der Vertragsbeendigung von jedem zweiten Fuhrparkbetreiber mit höchster Sensibilität betrachtet wird. Mehr Flexibilität ist zum Beispiel bei der Möglichkeit gefragt, einen Vertrag vorzeitig aufzulösen. Darüber hinaus geht es um erhöhte Transparenz im Konditionsgefüge und um mehr Individualität bei den Kundenwünschen - Grund genug für die Anbieter, den Servicegedanken stärker zu betonen.

Nach wie vor bildet der Grad der Automatisierung der Abwicklung im Fuhrparkmanagement ein wichtiges Kriterium. Fast 30 Prozent der Befragten der Studie des Leasing-Verbandes wünschen einen Leasingvertrags-Abschluss via Internet. Zum einen ist mit der automatisierten Online-Abwicklung die von den Fuhrparkbetreibern gewünschte Transparenz gewährleistet, zum andern reduzieren sich eventuell langdauernde Kommunikationsprozesse auf ein absolutes Minimum.

Für Leasinggesellschaften gilt daher: Die Profilierungsmöglichkeiten liegen im flexiblen und transparenten Verhalten, im durchgängigen Informationsfluss sowie im unbürokratischen Umgang mit Prozessen und Entscheidungen.

Autorin: Sabine Heusinger, Manager External Communication bei Athlon Car Lease

Quelle: Handelsblatt Nr. 077 vom 21.04.04 Seite b04 (Beilage oder Sonderseite)

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