Markt beherrschende Stellung angeblich missbraucht
EU-Kommission nimmt Telekom ins Visier

Die Europäische Kommission verdächtigt die Deutsche Telekom, von Konkurrenten wettbewerbswidrig hohe Preise für den Zugang zum Ortsnetz zu erheben.

Reuters BRÜSSEL. Die Kommission teilte am Mittwoch mit, sie habe der Deutschen Telekom nach gründlichen Ermittlungen eine Mitteilung von Beschwerdepunkten zugestellt. Darin komme sie zu dem vorläufigen Schluss, dass das Unternehmen seine Markt beherrschende Stellung durch unangemessene Preise für den Zugang zu seinem Telefonortsnetz missbraucht habe.

Die Telekom verlange von ihren Konkurrenten höhere Entgelte für den Ortsnetzzugang als von eigenen Endkunden. Das Verfahren beruhe unter anderem auf Beschwerden zahlreicher regionaler Telefonanbieter.

Die Telekom hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Die bereits vor drei Jahren vom Wettbewerber Arcor vorgebrachte Anschuldigung der unangemessenen Preisgestaltung sei nicht nachvollziehbar, sagte ein Telekom-Sprecher zu vwd. Er verwies darauf, dass die Preise des Ex-Monopolisten reguliert seien. Vorwürfe seien daher eher an die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post zu richten. Man sei überrascht, dass die Europäische Kommission jetzt noch ein formelles Verfahren eröffne, zumal dafür kein konkreter Anlass ersichtlich sei.

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