Markt ist nach dem vergangenen Großverkauf verunsichert
Telekom-Titel stehen unter Druck

Der Ablauf der letzten Haltefrist für Telekom-Großaktionäre könnte nach Worten eines Frankfurter Händlers Hintergrund für den heutigen Abwärtstrend beim Telekom-Papier gewesen sein.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktie verlor bis 13.40 Uhr über zwei Prozent und notierte bei 18,75 Euro ab und gehörte damit zu den größten Verlierern unter den deutschen Standardwerten. Der Dax verbuchte gleichzeitig einen Abschlag in Höhe von 1,3 % auf 4 917 Zähler. Zwischenzeitlich notierte der Telekomtitel bei 18,53 Euro.

"Es herrscht Unsicherheit wegen der am Wochenende abgelaufenen Lock-Up-Period und man befürchtet, dass nun weitere Stücke auf den Markt kommen könnten", sagte ein Händler. Diese Sorge hielt Ralf Hallmann, Analyst bei der Bankgesellschaft Berlin, jedoch für unberechtigt. "Nach dem letzten Großverkauf Anfang September durch Sonera müsste doch mittlerweile auch ein gewisser Lernprozess eingesetzt haben".

Der Fachmann spielte damit auf die Tatsache an, dass sich der finnische Telekom-Großaktionär Sonera sich damals gezwungen sah, trotz eines schwachen Umfeldes über 40 Millionen Aktien auf den Markt zu werfen. Hallmann bezweifelte, dass der Markt im Vergleich zum Spätsommer heute besser dasteht. Niemand könne interessiert sein, jetzt große Pakete zu platzieren und damit den Kurs weiter nachhaltig zu drücken.

Belastend wirke für Hallmann eher die Entwicklung bei den Mitbewerbern: "Die gesamte Branche zeigt sich zu Wochenanfang schwach". Mit einem Wochenschlusskurs von 19,15 Euro sei die T-Aktie zudem bereits zu teuer.

Ein weiterer Grund für das Minuszeichen ist eine Index-Umstellung. Anbieter Morgan Stanley Capital International (MSCI) hatte am Freitag seine Börsenbarometer unter Berücksichtigung des Streubesitzanteils neu gewichtet. "Die Telekom verliert dadurch", sagte Derivatehändler Wolfgang Kuhl von der SEB Bank.

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