Markt-Monitor
Alte Bekannte

Der starke Euro, das teure Öl und die Krise am US-Immobilienmarkt drücken die Kurse. Kennen wir die drei Negativtreiber nicht zur Genüge? Vorsicht! Nur weil die News bekannt sind, haben Börsianer sie deshalb noch lange nicht ausreichend gewürdigt.

Und wieder wurde es nichts. Kaum hat sich der Dax mühsam in das 8000-Punkte-Terrain vorgearbeitet, verlässt Anleger schon wieder der Mut, und unser Index fällt wie ein Stein. So kennen wir es aus den vergangenen Wochen. Dabei gleichen sich die Nachrichten: Der starke Euro drückt tendenziell die Firmengewinne, weil sich durch den schwachen Dollar europäische Waren im Dollarraum verteuern. Das teure Öl erhöht die Produktionskosten und drückt auf die Stimmung der Verbraucher. Und dass die beiden großen Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's vor steigenden Risiken bei zweitklassigen Hypothekenkrediten warnen, ist auch nicht neu.

Doch Anleger sollten solch altbekannte Nachrichten keineswegs mit der schwammigen Börsenweisheit verwechseln, "Bekanntes bringt die Kurse nicht mehr unter Druck". Schließlich haben die Börsen bislang kaum auf die drei Risiken an den Finanzmärkten reagiert. Wenn deshalb jetzt die Kurse mal für ein paar Tage länger fallen, sollte sich niemand wundern. Schließlich sind sie zuvor auch viereinhalb Jahre lang fast nur gestiegen. Da tut eine Korrektur Not.

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