Markt-Monitor
Anleger sollten sich nicht blenden lassen

Wie doch ganze sechs Monate die Börsenwelt verändern können: Infineon legt 1 000 Prozent zu, die Commerzbank 250 Prozent. Die Unternehmen beider Aktien haben eines gemeinsam: Sie schreiben Verluste.
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Es war die Zeit, als der Dax auf 3 666 Punkte gefallen war. Im Frühjahr gab es die Aktie des Chipherstellers Infineon für 38 Cents. Heute kostet sie 3,94 Euro. Ob Wirtschaftsboom oder Rezession, der Münchener schreiben Verluste. Verluste schreibt auch die Commerzbank, doch immerhin bewies das Bankinstitut in der Vergangenheit, schwarze Zahlen schreiben zu können.

Doch die jüngsten Highfligher im Dax und im künftigen Dax (Infineon steigt wieder auf) zeigen eindrucksvoll, welche Kurse seit Monaten gut laufen: Nicht konservative, stets solide verdienende Unternehmen wie Eon, RWE, FMC, Fresenius und Beiersdorf sind in der schwersten Rezession der Nachkriegsgeschichte gefragt, sondern heiße Turnaround-Kandidaten, die künftig möglicherweise Gewinn erwirtschaften könnten.

Anleger sollten sich nicht blenden lassen: Sobald der Gesamtmarkt nur minimal um fünf oder zehn Prozent korrigiert, werden Infineon, Commerzbank und Co wieder kräftig einbüßen. Weitaus mehr als der Gesamtmarkt. Denn dann wollen gleichzeitig möglichst viele Anleger ihre exorbitanten Buchgewinne versilbern. Solch eine Konstellation sorgt gemeinhin für heftige Ausschläge nach unten.

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