Markt-Monitor
Das große Zinsspiel

Das übliche Zinsspiel geht ja so: Mal ist die Angst größer, dass die amerikanische oder die europäische Zentralbank die Zinsen stärker erhöht als erwartet (oder länger oben lässt), dann wieder keimt Hoffnung auf, dass die Hüter des Geldes die Dinge etwas lockerer sehen. Und je nach Stimmung gehen die Aktien runter oder rauf.

Aber im Moment - das zeigen die Märkte vom Dienstag und von Mittwoch früh - geht es um mehr. Erstens spielen jetzt die langfristigen Zinsen die Hauptrolle. Sie folgen den Notenbankzinsen häufig ja nur mit Verzögerung. Aber volkswirtschaftlich haben sie die viel größere Bedeutung. Und sie sind in den USA und in Europa deutlich gestiegen.

Jetzt fragt sich: Wann ist das langfristige Zinsniveau so hoch, dass sich daraus Konsequenzen für die Aktienberechnung ergeben? Wann schwenken Anleger um und kaufen lieber Anleihen, weil deren Renditen auch nicht viel schlechter sind als das, was die Aktienbörse noch erhoffen lässt - aber bei weitaus niedrigerem Risiko? Im Moment sind wir wahrscheinlich gerade an dem Bereich, wo es spannend wird. Deswegen dürften die Aktienbörsen insgesamt - und speziell die zinsempfindlichen Finanztitel - noch eine Weile sehr nervös verlaufen. Heute gibt es ein paar Konjunkturdaten aus den USA und später dann das "Beige Book" mit Einschätzungen der US-Notenbank - darauf könnten die Märkte reagieren.

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