Markt-Monitor
Das Vertrauen ist weg

Kurzfristige Geldspritzen der Notenbanken sollen eigentlich den Markt beruhigen. Tun sie auch - aber nur bedingt.

Wenn die Zentralbanken eingreifen ins Marktgeschehen, geben sie ein doppeltes Signal. Erstens: Wir lassen euch nicht allein. Das ist gut so. Zweitens aber auch: Wir schätzen die Situation als verdammt ernst ein. Und das ist kein gutes Signal. Schon gibt es die ersten Stimmen, die fragen: Wissen die was, was wir noch nicht wissen?

Entsprechend schwach sind die Bankaktien. Denn der Engpass am Geldmarkt ist ja ein Art Misstrauensvotum, das die Banken sich gegenseitig ausstellen. In der kommenden Woche muss es wieder gelingen, dass der Geldmarkt ohne Notenbanken auskommt. Sonst entsteht plötzlich der Eindruck, alle hängt am Tropf der Notenbanken. Und dann kommen die Notenbanken in die Situation, sich entscheiden zu müssen, ob sie immer weiter immer noch mehr Geld reinpumpen - das würde Inflationsängste auslösen. Oder ob sie aufhören damit - das würde erst recht Panik schüren. Langsam runterkochen das Ding - das ist also angesagt. Aber im Moment leichter gesagt als getan.

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