Markt-Monitor
Der Nächste bitte

Nun also UBS. Die Schweizer vermiesten mit ihrer überraschenden Gewinnwarnung heute Morgen den Börsianern den Beginn der neuen Woche und des neuen Quartals. Denn wegen ihrer Position als größter Vermögensverwalter der Welt steht die Bank zu einen besonders im Blickfeld ihrer Kunden.

Nun also UBS. Die Schweizer vermiesten mit ihrer überraschenden Gewinnwarnung heute Morgen den Börsianern den Beginn der neuen Woche und des neuen Quartals. Denn wegen ihrer Position als größter Vermögensverwalter der Welt steht die Bank zu einen besonders im Blickfeld ihrer Kunden. Zum anderen hatten an den internationalen Aktienmärkten viele Optimisten bereits den Begriff "Subprime" als Relikt des dritten Quartals abgestempelt. Im vierten Quartal sollte dieser demnach keine Rolle mehr spielen. Diese Einschätzung lässt sich schon am ersten Tag des neuen Quartals nicht mehr halten.

Bei 600 bis 800 Mill. Franken, also 360 bis 480 Mill. Euro, soll der Verlust vor Steuern im dritten Quartal liegen, der durch Abschreibungen wegen Fehlspekulationen am US-Subprime-Markt angefallen ist. Analysten haben bereits signalisiert, dass sie den Beteuerungen der Bank wenig Glauben schenken. Das UBS-Management hatte sich bereits zuversichtlich gezeigt, dass es "das Gesamtjahr voraussichtlich auf gutem Gewinnniveau abschließen wird". Die hohen Wachstumsraten von einst sind jedoch vorerst für geraume Zeit in weiter Ferne.

Vielmehr als UBS beschäftigt viele Börsianer indes ab heute, wer der nächste sein wird, der in ähnlicher Weise die Märkte schockiert. Schon heute leiden nahezu alle Bankaktien, in Deutschland allen voran der Platzhirsch Deutsche Bank. Bereits vor knapp zwei Wochen wurden die Äußerungen von Vorstandschef Josef Ackermann in einem Fernseh-Interview als versteckte Gewinnwarnung interpretiert. Da hatte er von Fehlern seines Hauses in Zusammenhang mit der Subprime-Krise gesprochen.

Die Erfahrung der Vergangenheit zeigt, dass es vielen Gestrauchelten leichter fällt, über ihre Fehler zu sprechen, wenn dies bereits andere vorher getan haben. Insofern könnte das große "Subprime-Outing" in den nächsten Wochen und Monaten erst noch bevorstehen.

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