Markt-Monitor
Die Rückkehr der Analysten

Übertriebene Markterwartung, Zurückhaltung vor dem Start der Berichtssaison am Mittwoch in den USA, dazu eine momentan eher unklare geopolitische Lage in Nordkorea und im Iran. Nachrichten gibt es momentan genügend. Trotzdem sind es eher einzelne Meinungen, die die Kurse bewegen.
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Übertriebene Markterwartung, Zurückhaltung vor dem Start der Berichtssaison am Mittwoch in den USA, dazu eine momentan eher unklare geopolitische Lage in Nordkorea und im Iran. Dass sich die Börsen deswegen zum Wochenstart zurückhaltend präsentieren, überrascht nicht. Eher verwundert, dass seit einigen Tagen wieder Analystenurteile, so sie denn fundiert und von einem großen Haus sind, die Kurse bewegen.

In der vergangenen Woche war es die Allianz, heute die Lufthansa. Als eine der wenigen Aktien im Dax steht sie heute im Plus. Die Experten von Merrill Lynch raten jetzt zum Kauf der Aktie und spekulieren dabei auf ein umfangreiches Sparprogramm. Die Rede ist von bis zu einer Milliarde Euro. Dass etwas in dieser Richtung kommen wird, hatten Experten seit längerem spekuliert.

Die Wirtschafts- und Finanzkrise lässt gerade die Geschäftskunden, die bisher die margenstarke Business Sitze buchten nach hinten auf die billigen Plätze rutschen. Und im Frachtverkehr spürt die Airline ebenfalls seit Monaten, dass hier die Krise keinen kurzfristigen Einschnitt, sondern eher einen Zustand darstellt, der sich noch eine ganze Weile hinziehen kann. Ein Sparprogramm, das lediglich eine Anpassung an die neue Realität darstellt, ist damit quasi unvermeidbar.

Wenn Analysten es jetzt in ihre Prognosen bereits einarbeiten, dann dürfte die Umsetzung nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen.

Analystenstudien kommt an diesem Wendepunkt vom "Frühlingsmärchen" zur "Sommerrealität" damit eine entscheidende Rolle zu. Zeit also, sich in nächster Zeit wieder etwas intensiver mit ihnen zu beschäftigen.

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