Markt-Monitor
Die Unsicherheit bleibt

Nach der kurzen Erholung Ende vergangener Woche hat der Dax erneut den Rückwärtsgang eingelegt und ist wieder unter die 8 000-Punkte-Marke gefallen. Dem deutschen Leitindex ist damit auch beim jüngsten Anlauf auf das bisherige Allzeithoch bei 8 136 Punkten vorzeitig die Luft ausgegangen.

DÜSSELDORF. Ein Ende des nervösen Auf-der-Stelle-Tretens ist vorerst nicht in Sichtweite. Einerseits gibt es zwar noch genug institutionelle Investoren, die Korrekturbewegungen nutzen, um vorhandene Positionen weiter aufzustocken. Auf der anderen Seite begleitet den Markt unverändert die Sorge, ob Tagesrückschläge erst der Beginn für weitere, länger andauernde Korrekturphasen sind.

Und spätestens seit Freitagabend ist durch die Anschlagversuche in London und Glasgow auch bei vielen fundamental bulish eingestellten Anlegern die Verunsicherung über die künftige Entwicklung an der Börse gestiegen. War doch zuletzt die Rückschlaggefahr, die von möglichen Terroranschlägen ausgeht, zunehmend verdrängt worden.

Auch das Börsendebüt des Dieselmotorenherstellers Tognum wird an der Skepsis des Marktes vorerst nichts ändern. Im Vorfeld hatten Marktteilnehmer dem größten deutschen Börsengang der vergangenen sieben Jahre zugetraut, ein positives Signal für den Gesamtmarkt zu setzen.

Die auch von Privatanlegern stark nachgefragten und deutlich überzeichneten Aktien der ehemaligen MTU Friedrichshafen notierten zum Börsenstart am heutigen Montagmorgen allerdings exakt beim Emissionspreis von 24 Euro. Zwischenzeitlich rutschte der Wert sogar ins Minus. Die Hoffung durch vermeintlich sichere Zeichnungsgewinne die Seitwärtbewegung an der Börse zu überbrücken, wurde damit bis auf weiteres enttäuscht.

Georgios Kokologiannis ist Redakteur im Finanzteam des Handelsblatts, mit Sitz in Frankfurt am Main. Er studierte Betriebswirtschaftslehre in Düsseldorf mit Schwerpunkt auf Controlling und Marketingmanagement. Bereits während seiner Studienzeit wirkte der Diplom-Kaufmann erstmals an der Entwicklung des Handelsblatt-Onlineangebots mit. Seinen journalistischen Feinschliff erhielt der Kapitalmarktexperte an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten. Mit Geldanlage-Themen beschäftigt sich der Derivatespezialist für das Handelsblatt seit mehr als 17 Jahren. Dabei wurde er mit dem DDV-Preis für Wirtschaftsjournalisten ausgezeichnet und hat zuletzt vier Jahre lang das Musterportfolio der Redaktion verantwortet.
Georgios Kokologiannis
Handelsblatt / Finanzredakteur
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